Coronakrise in Trier bisher gut bewältigt

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Foto: Presseamt Trier

TRIER. Die Coronakrise greift immer stärker in den Alltag der Trierer ein. Diverse Einrichtungen sind geschlossen. Die Trierer haben diese Einschränkungen bisher diszipliniert beachtet. Zudem gilt eine Kontaktsperre: Draußen dürfen nur noch zwei Personen zusammen unterwegs sein. Ausnahmen sind Familienangehörige und Mitglieder der Hausgemeinschaft. Die Zahl der Trierer Infizierten stieg bis Montagnachmittag auf 20. Um für den medizinischen Ernstfall gerüstet zu sein, wurde das Angebot erheblich ausgebaut.

Patienten mit Covid-19-Virus, die stationär behandelt werden müssen, werden zentral im Mutterhaus Nord (früheres Elisabeth-Krankenhaus) in der Theobaldstraße von Ärzten und Pflegern dieses Klinikums und des Brüderkrankenhauses betreut. Diese Kooperation zweier Krankenhausträger ist bisher in Rheinland-Pfalz einzigartig. Oberbürgermeister Wolfram Leibe betonte bei einem Ortstermin: „Ich bin stolz auf die beiden Klinikverantwortlichen, die mit ihren Teams das Konzept erarbeitet haben. Damit ist Trier für die Krise bestens aufgestellt.“

„Hervorragende Zusammenarbeit“

Nach Angaben von Dr. Oliver Kunitz, Chefarzt der Anästhesie im Klinikum Mutterhaus, der die neue Station zusammen mit Dr. Tim Piepho, Chefarzt Anästhesie/Intensivmedizin des Brüderkrankenhauses, bestehen die medizinischen Teams gleichberechtigt aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beider Häuser. Kunitz: „Die Zusammenarbeit ist hervorragend.“

Anästhesisten, Infektiologen und Fachpflegende betreuen die Patienten in einem Schichtsystem. Christian Weiskopf, Regionalleiter der BBT- Gruppe, erläutert: „Die medizinisch dringliche Versorgung muss weiter gewährleistet werden. Aufschiebbare OPs werden deshalb bereits verlegt.“

Dennoch bleiben Patienten in den Häusern und müssen mit ihren onkologischen oder anderen Erkrankungen weiterhin versorgt werden. Auch die Geburtshilfe im Mutterhaus wird weiterhin gewährleistet. Ziel ist nach Aussage von Dr. Christian Sprenger, medizinischer Geschäftsführer im Mutterhaus, beide Trierer Kliniken als Orte zu erhalten, in denen möglichst wenig Infizierte behandelt werden, um die aktuellen Patienten und die Mitarbeiter zu schützen. Um die Hausärzte und vor allem die Notaufnahmen der Kliniken zu entlasten, stehen für schnelle Untersuchungen von Personen mit Infektionsverdacht in der Region Trier-Saarburg nun drei Fieberambulanzen zur Verfügung.

Um zu verhindern, dass es durch Kundenverkehr in städtischen Ämtern zu Ansteckungen kommt, stehen die Mitarbeiter nur noch in einzelnen Ausnahmen für einen persönlichen Kontakt zur Verfügung und es gibt ein umfangreiches Internetangebot. Zudem wird darum gebeten, nicht ganz so dringende Erledigungen zu verschieben. Für Trierer ohne Internetanschluss wurde ein Flyer in mehreren Sprachen erstellt, der in vielen Läden und Apotheken ausliegt.

Unterstützung für Gastronomen

Rund 25 Trierer Gastronomen und Hoteliers haben angesichts der verfügten Schließungen in einem Brief an OB Leibe und den zuständigen Dezernenten Thomas Schmitt auf ihre dramatische Situation hingewiesen und um Unterstützung gebeten. Sie hätten große Sorge um den Fortbestand ihrer Unternehmen und die Unversehrtheit und Gesundheit ihrer Mitarbeiter, schrieben die Inhaber von Restaurants, Kneipen und Hotels.

Einige ihrer Forderungen liegen außerhalb der direkten Zuständigkeit und der Möglichkeiten der Stadtverwaltung. Dennoch kündigte Leibe in einer ersten Antwort auf den Brief an, er wolle das Gespräch mit den Gastwirten suchen und sich auf Landesebene um Lösungen bemühen.

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1 KOMMENTAR

  1. Eine Boutique macht zu, es wird saniert und ratzfatz ist ein Gastronom Inhaber, verkauft Pommes, verkauft Würste oder sonst was. Von „Hans im Glück“ zu MC Donalds ist fasst alles da, es fehlt nur hoch KFC. Merkt Ihr das auch? Unsere Stadt verkommt in Schließungen und überall kann man nur noch Fritten kaufen. Das lässt der Stadtrat zu aber Globus nicht denn die Leute treibt es aus der Stadt raus. Barbiere eröffnen wie verrückt, ist das unsere Zukunft? Die Stadt schiebt sich zurück, von innen nach außen. Es ist beschämend, in Zukunft wird es in der City mehr Wohnraum geben, nicht nur in Trier

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