UPDATE: Erster Corona-Fall in Trier – Pressekonferenz der Stadt Trier ++

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TRIER. Wie die Stadt Trier via twitter am späten Vormittag mitteilte, gibt es nun auch in Trier einen ersten Corona-Fall. Auf einer um 15 Uhr einberufenen Pressekonferenz im Trierer Rathaus mit Oberbürgermeister Leibe, Herrn Michels (Leiter des Gesundheitsamtes Trier-Saarburg) und Michael Schmitz, Pressesprecher der Stadt Trier, geben die Beteiligten Auskunft zur aktuellen Situation.

Hier der offizielle Text der Pressekonferenz um 15 Uhr im Wortlaut:

„Gemeinsame Presseerklärung der Stadtverwaltung Trier und der Kreisverwaltung Trier-Saarburg

Trier, den 12.03.2020

Erster bestätigter Corona Fall in Trier

Patienten geht es gut

Dem Gesundheitsamt Trier-Saarburg wurde heute Morgen der bestätigte Fall einer Infektion mit dem SARS-CoV-2 Erreger gemeldet. Der Patient hatte am Montag eine Hausarztpraxis in Trier aufgesucht, er litt zu diesem Zeitpunkt unter einer milden respiratorischen Symptomatik und war von seinem Arbeitgeber aufgefordert worden, eine negative Bestätigung einer Infektion mit einem Corona-Virus-Erreger vor der Wiederaufnahme der Arbeit vorzulegen.

Der 46-jährige Mann hat sich bis zur Mitteilung des Untersuchungsergebnisses selbst nur zu Hause aufgehalten. Seine 34-jährige Ehefrau, die in Trier arbeitet, war gestern in einem Home-Office tätig und hatte am heutigen Morgen nur einen kurzen Kontakt im Dienst. Das gemeinsame Kleinkind war ebenfalls zu Hause sodass eine weitere Gefährdung für einen größeren Personenkreis ausgeschlossen werden kann.

Der ganzen Familie geht es gut. Es besteht nur eine leichte respiratorische Symptomatik. Auch zum Zeitpunkt des Aufsuchens der Hausarztpraxis befanden sich keine weiteren Patienten vor Ort, so dass auch hier eine mögliche Ansteckung eher unwahrscheinlich ist. Die Praxis ist gleichwohl bis Mitte nächster Woche geschlossen.

Die Familie wurde zuhause unter Quarantäne gestellt, die bis jetzt nicht getesteten Familienmitglieder wurden heute Morgen unter Schutzbedingungen zum Gesundheitsamt gebracht und ihnen eine Abstrichprobe entnommen, deren Ergebnis morgen vorliegen wird.

Der Patient ist in Luxemburg beschäftigt. Die L’Inspection Sanitaire der Direction de la Santé, zu der von Seiten des Gesundheitsamtes ein ausgezeichneter Kontakt besteht, wurde unverzüglich über den Fall informiert. Eine relevante Infektionsgefahr für Luxemburg, die von dem Mann ausgehen könnte sieht das Gesundheitsamt aufgrund des bisherigen Verlaufes eher nicht.

Weitere Ermittlungen des Gesundheitsamtes zu möglichen Kontaktpersonen finden zurzeit statt.

Der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe, der zuständige Dezernent Thomas Schmitt sowie Landrat Günther Schartz wurden über diesen ersten nachgewiesenen Corona-Virus-Fall informiert. Die Stadtverwaltung und die Kreisverwaltung, der das Gesundheitsamt angegliedert ist, arbeiten bereits seit Wochen in Vorbereitung auf diesen Fall eng zusammen und stimmen ihr weiteres Vorgehen auch eng mit den beiden Trierer Krankenhäusern, dem Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen und dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder ab.“

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1 KOMMENTAR

  1. In wenigen Tagen steigen die Fallzahlen, dann können diese Stadt- und Kreisverwalter eine Dauer-Pressekonferenz abliefern, den ganzen Tag lang sich vor Publikum aufbauen und bratscheln.

    Ärzte überlegen sich gerade, ob sie Covid-19 diagnostizieren und ihre Bude dichtgemacht kriegen oder ob sie anstattdessen lieber J11 / J12.9 diagnostizieren. Das ist der Grund, warum in Deutschland kaum einer an Covid-19 stirbt: Insgesamt sterben genügend Menschen an allem möglichen, da kann man die Covid-19-Toten drin verschwinden lassen. Covid-19 ist medizinisch gesehen nämlich nicht übermäßig relevant, wieso also dafür unsere Praxis zumachen?

    Wer überwacht eigentlich die verordneten häuslichen Quarantänen? Wie ist überhaupt die Immunitätsbildung beim SARS-CO²-Virus? Bitte hier antworten.

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