Pachtreduzierung für Lautern: «Bisschen optimistischer»

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Fans des 1. FC Kaiserslautern zeigen auf der Westkurve des Stadions eine Choreografie. Foto: Christoph Schmidt

Dem 1. FC Kaiserslautern ist ein weiterer kleiner Schritt in Richtung Lizenzerteilung für die kommende Saison gelungen. Der Fußball-Drittligist kann in den nächsten beiden Spielzeiten 2020/2021 und 2021/2022 weiterhin mit einer reduzierten Stadionpacht planen. Das beschloss der Kaiserslauterer Stadtrat mit großer Mehrheit am Montag.

Die Stadionmiete verringert sich demnach bis Juni 2021 von den ursprünglich zwischen der Stadiongesellschaft und dem FCK vereinbarten 3,2 Millionen Euro auf 625.000 Euro in der 3. Liga und auf 2,4 Millionen Euro in der 2. Bundesliga.

Zu Beginn der Sondersitzung hatte Oberbürgermeister Klaus Weichel (SPD) eine gute Nachricht für den Stadtrat parat. Er hatte im Vorfeld der Sondersitzung mit Thomas Linnertz, dem Präsidenten der Aufsichtsbehörde ADD, für die Stadt Kaiserslautern ein sogenanntes Sonderzuschussbudget für die komplette Saison 2020/2021 ausgehandelt. Mitte Februar hatte die ADD nur eine Genehmigung für die im Haushaltsjahr 2020 liegende erste Hälfte der Saison gegeben.

Die beiden FCK-Funktionäre Markus Merk und Soeren Oliver Voigt zeigten sich nach der Entscheidung des Stadtrats erleichtert. «Wir waren in den letzten Monaten immer mit neuen Überraschungen konfrontiert. Ich habe ehrlich gesagt gar nicht damit gerechnet, dass unser Antrag vorbehaltslos durchgeht. Ich freue darüber mich aber natürlich sehr», sagte FCK-Geschäftsführer Voigt.

Merk meinte zu den mehrmonatigen Verhandlungen zwischen Stadt und Klub: «Das war ein zähes Ringen. Wir haben uns von Vereinsseite so weit bewegt, wie es ging. Jetzt haben wir zwei Jahre Planungssicherheit und können die Investorengespräche intensivieren.» Er merkte aber auch, dass man nach der Entscheidung des Stadtrates nun nicht zu viel erwarten dürfe: «Es darf jetzt keiner denken, dass wir morgen oder übermorgen mit dem nächsten Knaller rauskommen. Wir gehen aber nun noch ein bisschen optimistischer in die Gespräche und die nächsten Wochen.»

Den Roten Teufeln fehlen derzeit rund elf Millionen, um eine Lizenz für die kommende Drittliga-Saison zu erhalten – vorausgesetzt der sportliche Klassenerhalt gelingt. «Heute ist kein Tag um zu feiern. Das war heute ein Schritt von vielen weiteren, die wir noch gehen müssen. Am Samstag haben wir wieder ein wichtiges Spiel und wir müssen uns auf den Fußball konzentrieren», sagte Merk. Die derzeit nur zwei Punkte vor den Abstiegsplätzen liegenden Pfälzer empfangen am Wochenende im Fritz-Walter-Stadion den Tabellenvierten SV Meppen.

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