Agentur: Große Verbesserung am Arbeitsmarkt ist zu Ende

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MAINZ. Nach Jahren einer kontinuierlich sinkenden Arbeitslosigkeit dürfte die stark eingebremste Konjunktur 2020 auf dem Arbeitsmarkt in Rheinland-Pfalz spürbar werden.

Die Regionaldirektion der Arbeitsagentur gab die durchschnittliche Arbeitslosenquote für 2019 am Mittwoch in Mainz mit 4,3 Prozent an – 0,1 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Jobsuchenden sei 2019 voraussichtlich insgesamt um 1,1 Prozent niedriger gewesen als 2018, sagte die Chefin der Regionaldirektion, Heidrun Schulz. Seit August lägen die Zahlen aber über den Vergleichswerten aus dem Vorjahr. «Das wird sich nicht ändern in den nächsten Monaten.»

Bei den Stellenzugängen seien es 2018 fast 13 Prozent weniger gewesen, sagte Schulz. Es gebe mehr Beratungsanfragen zu Kurzarbeit, auch werde die zunehmend von Unternehmen in Erwägung gezogen. Vergleichsweise stark sei das in der von der Automobilbranche und der Industrie geprägten West- und Südpfalz der Fall. «Die flächendeckende sprunghafte Verbesserung am Arbeitsmarkt ist zu Ende», sagte Schulz. Eine krisenhafte Entwicklung sehe sie aber nicht. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) erwarte 2020 eine mehr oder weniger stabile Entwicklung der Arbeitslosenzahlen.

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