Klimaschutz: Land zahlt künftig Ausgleich für dienstliche Flüge der Verwaltung

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Ein Passagierflugzeug fliegt zwischen zwei Kondensstreifen hindurch. Foto: Frank Rumpenhorst/ dpa-Archiv

MAINZ. Für dienstliche Flüge der rheinland-pfälzischen Landesverwaltung wird im Sinne des Klimaschutzes künftig eine Ausgleichszahlung geleistet.

Für welches Klimaschutz-Vorhaben konkret das Geld verwendet wird, soll die rheinland-pfälzische Stiftung Umwelt und Natur festlegen, wie das Umweltministerium nach einem entsprechenden Kabinettsbeschluss am Dienstag mitteilte. Finanziert werden könnten so etwa die Renaturierung von Mooren oder Aufforstungen. Wichtig sei, dass die Kompensation in Rheinland-Pfalz wirke, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne).

Geplant sind den Angaben zufolge 56 Euro pro Tonne CO2-Äquivalent. Das entspreche Regelungen im Bund sowie in den Ländern Hamburg und Bremen. Das Geld fließt aus dem Budget für die Reisekosten, so dass Flugreisen für die Verwaltung teurer und beispielsweise gegenüber Bahnreisen unattraktiver werden. Gelten werden die Vorgaben für das Kabinett sowie Staatssekretäre rückwirkend ab 1. Oktober 2019, für Bedienstete der Staatskanzlei sowie der Ministerin ab Anfang 2020. Für Beschäftigte nachgeordneter Behörden treten sie ab März 2020 in Kraft.

2 KOMMENTARE

  1. Nicht das Land zahlt, sondern der Steuerzahler. Da ist es natürlich ungleich einfacher, Ausgleichsbeträge für Flugreisen zu finanzieren, als wenn man das aus eigener Tasche tun muss. Und sich dann nachher auch noch zu rühmen, dass man etwas für die Umwelt getan habe.

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