Könnte Pep Guardiolas Freudscher Versprecher ein Hinweis auf ein erneutes Engagement beim FC Bayern sein?

0
Martin Rickett // dpa

MÜNCHEN/MANCHESTER. Vor Kurzem leistete sich Manchester City Trainer Pep Guardiola einen folgenschweren Versprecher. Auf sein Team angesprochen, sprach er vom FC Bayern München, bevor er sich sehr schnell korrigierte. Einige Experten denken nun, dass er sich ernsthaft mit einem Engagement beim FC Bayern beschäftige und der nächste Trainer des Rekordmeisters werden könnte.

Der kuriose Versprecher unterlief dem spanischen Erfolgscoach Anfang Dezember auf der Pressekonferenz nach dem 4:1 Sieg von Manchester City über den FC Burnley. Auf Mittelfeldspieler Rodri angesprochen sagte er, „Ich denke er hat sich sehr gut angepasst und passt sehr gut in diese Liga“ und fuhr fort: „Und ich glaube Bayern München,… Bayern München?! Was zur Hölle?“ Wohl etwas peinlich berührt sagte er, er wisse nicht, warum er an Bayern denke.

Inwieweit der Versprecher ein Hinweis auf einen möglichen Wechsel zum FC Bayern ist, ist schwer einzuschätzen. Vielleicht hatte der Trainer nur die Gerüchte um ein Engagement beim deutschen Rekordmeister im Kopf. Es kann auch sein, dass es Kalkül vom City-Coach war, um bei einer möglichen Neuverhandlung seines Vertrages beim Premier League Club in einer guten Verhandlungsposition zu sein.
Sicher ist, dass die Bayernverantwortlichen den Trainermarkt aktuell sehr genau beobachten. Nachdem Niko Kovac im November von seinem Traineramt entbunden wurde, suchen die Münchener eine langfristige Lösung für den Trainerposten. Ob der aktuelle Interimscoach Diese ist, bezeichnen viele Bundesligaexperten nach den jüngsten zwei Niederlagen in der Liga als mehr als fraglich. Auch der kürzlich vom schwächelnden Premier League Verein Tottenham Hotspurs entlassene argentinische Coach Mauricio Pochettino scheint nicht der Wunschkandidat der Bayernverantwortlichen zu sein. Vielmehr haben die Bayernbosse Erik ten Hag, Thomas Tuchel und besagten Guardiola im Visier.

Laut verschiedener Medienberichte soll der Spanier noch die Wohnung in München besitzen, die er während seiner Trainerzeit beim Rekordmeister nutzte. Zudem äußerte sich immer wieder sehr positiv über die bayerische Hauptstadt. Neuste Spekulationen in der Presse weisen sogar darauf hin, dass sich Manchester City auf einen möglichen Abgang des Erfolgstrainers vorbereite.

Wird der bis 2021 laufende Kontrakt von Guardiola wirklich vorzeitig aufgelöst, könnte sich der Spanier seinen nächsten Verein aussuchen. Neben einem Wechsel an die Säbener Straße könnte Guardiola aber auch ein Engagement als Nationaltrainer Katars anstreben. Der Ölstaat möchte in den nächsten Jahren die eigene Nationalmannschaft aufwerten und buhlt schon seit Jahre um die Dienste des Fußballlehrers. Der Coach soll aber auch über ein Sabbatjahr nachdenken, um nach dem kräftezehrenden vierjährigen Engagement bei Manchester City die Tanks wieder aufzufüllen.

So ist es mehr als fraglich, ob Guardiola der neue Trainer der Bayern wird. Er hat zwar noch eine Rechnung offen, da er den angestrebten Champions League Titel mit dem deutschen Rekordmeister nie realisieren konnte, allerdings hat er auch viele attraktive Optionen und könnte erst mal etwas Abstand vom Vereinsfußball suchen.

Vorheriger Artikel++ Lokalo Blitzerservice am DONNERSTAG: HIER gibt es heute Kontrollen ++
Nächster ArtikelAbgehauen nach Crash-Fahrt: Polizei Trier fahndet nach flüchtigen Unfallverursacher

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.