Vorfall auf Rad-Fußweg: E-Fahrzeug vs. Fußgänger – Wer muss Rücksicht nehmen?

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Ein E-Tretroller und Fußgänger überqueren eine Straße. Foto: Jens Kalaene/dpa-Archivbild

KOBLENZ. Warnsignale geben, Blickkontakt aufnehmen und wenn nötig bremsen: Wenn Tretroller, Segway und Co. auf einem kombinierten Rad-Fußweg einem Fußgänger begegnen, dann hat dieser Vorrang.

Bei den E-Fahrzeug-Fahrern liegt die Verantwortung, dass die Menschen zu Fuß nicht behindert werden. Auch in Bezug auf Radfahrer müssten diese E-Fahrzeuge Rücksicht nehmen. Das hat das Oberlandesgericht in Koblenz aufgrund eines Beschlusses im April am Freitag mitgeteilt. Die Verordnung, die im Juni für E-Tretroller in Kraft getreten war, hätte daran nichts geändert, sagte die Sprecherin des Oberlandesgerichts.

Geklagt hatte eine Frau, die auf einem Segway mit einem rückwärts laufenden Mann zusammengestoßen war. Bei dem Unfall auf einem Rad-Gehweg hatte sie sich folgenschwer verletzt und forderte deshalb unter anderem Schmerzensgeld. Das Oberlandesgericht machte deutlich, dass der Fußgänger nicht dafür verantwortlich gewesen sei, sondern auf die Rücksicht der Verkehrsteilnehmer hatte vertrauen dürfen.

Seit Mitte Juni dieses Jahres gilt die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung. Diese legt unter anderem die Verhaltensregeln zwischen Rad- und E-Fahrzeugen wie Segways und E-Tretroller sowie Fußgängern fest.

1 KOMMENTAR

  1. Interessant, man darf also als Fußgänger so ziemlich alles, selbst rückwärts laufen, sprich; sich blind im Verkehrsraum bewegen!?
    Die Urteile werden immer abartiger! – Kein Wunder, dass das Land den Bach runter geht!

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