Tarifverhandlungen gescheitert – Im Saarland drohen Streiks im Nahverkehr

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Menschen demonstrieren während eines Warnstreikes. Foto:†Daniel Reinhardt/Archivbild

SAARLAND. Nach gescheiterten Tarifverhandlungen für rund 1000 kommunale Busfahrer im Saarland bereitet die Gewerkschaft Verdi Warnstreiks vor. Diese könnten noch diese Woche beginnen, teilte Verdi am Montag nach dem Aus der Verhandlungen mit. Die betroffenen Busfahrer arbeiteten bei der Saarbahn und Saarbahn Netz in Saarbrücken sowie bei Verkehrsbetrieben in Neunkirchen, der in Saarlouis sowie in Völklingen: «Die Streiks werden unmittelbar Wirkung zeigen und auch viele Saarländerinnen und Saarländer treffen», sagte Verdi-Verhandlungsführer Christian Umlauf.

Verdi und der Kommunale Arbeitgeberverband Saar (KAV) hatten am Montag die dritte Runde der Tarifverhandlungen für gescheitert erklärt. Dies bedauerte der KAV in einer Mitteilung ebenso wie die angekündigten Arbeitsniederlegungen. Verdi hat für neu eingestellte Busfahrer einen Einstiegslohn von 2800 Euro gefordert plus die Anhebung der Entgelte aller anderen Beschäftigten um 427 Euro monatlich bei einer Laufzeit von zweieinhalb Jahren.

Der KAV teilte mit, er habe der Arbeitnehmerseite am Montag die geforderte Anhebung um 427 Euro monatlich für alle Beschäftigten angeboten – allerdings bei einer Laufzeit von fünf Jahren. Der Verband forderte Verdi auf, auf Streiks zu verzichten. Die eigentlich Betroffenen würden dann wieder die Fahrgäste sein. «So bringt man den ÖPNV im Saarland nicht voran.»

Verdi hielt dagegen: «Wir sind jederzeit zu Gesprächen mit dem KAV bereit um die Arbeitsniederlegungen zu verhindern. Kommt vom KAV kein Angebot, schalten die Beschäftigten die Signale auf Stopp», sagte Umlauf. Man bedaure die Folgen für die Fahrgäste, hoffe aber auf Solidarität und Verständnis.

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