Ferienzeit lässt die Arbeitslosenzahl in der Region Trier steigen

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Bundesagentur für Arbeit in Trier.

TRIER. Im Juli ist die Arbeitslosigkeit in der Region Trier saisonbedingt angestiegen. Im Vergleich mit dem Juni hat sie sich um 626 Personen auf 9755 erhöht. Dies ist, nach dem stetigen Rückgang der letzten Monate, ein Plus von 6,9 Prozent. Die Arbeitslosenquote ist leicht um 0,2 Prozentpunkte auf 3,3 Prozent angestiegen.

Mit 5027 gemeldeten Arbeitsstellen ist die Nachfrage nach Arbeitskräften nach wie vor hoch.

Im Stadtgebiet ist die Zahl der Arbeitslosen im Juli um 205 Personen gestiegen. Die Quote ist seit Juni um 0,3 Prozentpunkte auf 5,2 Prozent gewachsen. Im Juli 2018 hatte sie noch bei 4,6 Prozent gelegen.

Der Anstieg im Sommer hat nach Einschätzung von Arbeitsagenturchef Heribert Wilhelmi mehrere Ursachen: „Zum einen warten viele Unternehmen mit den Neueinstellungen bis zum Ende der Sommerferien, andererseits beenden viele Schüler und Auszubildende in diesen Wochen die Schule oder die Ausbildung.“ Insbesondere junge Erwachsene unter 25 Jahren, die sich nach dem Abschluss einer Ausbildung oder wegen fehlender oder verzögerter Anschlussbeschäftigung arbeitslos melden, hätten momentan einen großen Einfluss auf den regionalen Arbeitsmarkt. Seit Juni sind 271 Personen unter 25 Jahren mehr arbeitslos, ein Anstieg um 23,5 Prozent.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist dagegen kontinuierlich gesunken, teilweise entgegen dem Gesamttrend. Mit 2226 betroffenen Personen ist der Bestand in der Region so gering wie in keinem Juli seit Beginn der Dokumentation der Langzeitarbeitslosigkeit bei der Agentur im Jahr 2007. Dazu tragen auch die neuen Instrumente bei, die im Rahmen des Teilhabechancengesetzes im Januar eingeführt worden waren. In bisher 45 Fällen konnten durch dieses Programm Menschen, die schon lange arbeitslos waren, wieder einen Job finden.

Auf dem Ausbildungsmarkt zeigt sich nach Einschätzung der Arbeitsagentur nach wie vor eine hohe Einstellungsbereitschaft der Unternehmen. Die Firmen der Region haben der Agentur für Arbeit bis Juli 4477 Ausbildungsstellen gemeldet. Damit waren Ende Juli 509 Lehrstellen mehr bekannt als zum gleichen Zeitpunkt im Ausbildungsjahr 2017/18. Die meisten Angebote gibt es in der Rohstoffgewinnung, in der Produktion und der Fertigung, wie beispielsweise Berufe der Energietechnik oder des Metallbaus. Auch Jobs im kaufmännischen Bereich und aus dem Tourismus sind derzeit stark nachgefragt.

Endspurt bei Ausbildungsstellen

Diesem großen Angebot an Ausbildungsstellen standen Ende Juli in der Region 2885 vorwiegend junge Menschen unter 25 Jahren gegenüber, die noch eine Ausbildungsstelle suchen. Die meisten Suchenden interessieren sich, ähnlich der angebotenen Ausbildungsstellen, für Produktions- und Fertigungsberufe sowie Berufe in den kaufmännischen Dienstleistungen und im Handel. Für alle Jugendlichen, die überlegen, noch in diesem Jahr eine Ausbildung zu beginnen, ist also die Zeit gekommen, sich spätestens jetzt an die Berufsberatung der Agentur für Arbeit zu wenden (Kontakt per Mail an Trier.Berufsberatung@arbeitsagentur.de oder telefonisch: 080045555 00), um gemeinsam eine passende Stelle zu finden und die Bewerbung zu planen.

Das Angebot an freien Stellen in der Region befindet sich mit 5027 nach Angaben der Agentur weiterhin auf einem hohem Niveau. Der Bestand hat sich seit Juni um 322 reduziert. Die meisten Ausschreibungen gibt es nach Angaben der Agentur für Arbeit in der Zeitarbeit, wo die Fluktuation generell hoch ist, mit 1246 Angeboten, im verarbeitenden Gewerbe mit 696 und im Handel mit 567 freien Jobs.

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