Hochmoselbrücke: Arbeiter bringen bei Hitze heißen Gussasphalt auf

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Foto: dpa-Archiv

ZELTINGEN-RACHTIG. Es ist derzeit einer der heißesten Arbeitsplätze im ganzen Land: Bei um die 37 Grad Hitze bringen Arbeiter auf der Hochmoselbrücke derzeit 220 Grad heißen Gussasphalt auf die Fahrbahn auf. „Für uns ist es sehr anstrengend“, sagte Polier Udo Fröhlich am Mittwoch auf der Brücke bei Zeltingen-Rachtig.

Nach der Arbeit seien die Männer „schon richtig platt“. Wichtig sei, dass die Arbeiter darauf achteten, viel Wasser zu trinken.

Arbeiter Bernd Gabriel sagte, er trinke zurzeit bei der Arbeit drei bis vier Liter. „Wir achten auch darauf, dass die Sonne nicht so dolle auf den Kopf scheint.“ Die zehn bis zwölf Männer fingen zwar früh am Tag an, um möglichst der Hitze zu entgehen. Wenn aber noch Gussasphalt vorhanden sei, müsse der auch verarbeitet werden. Meistens sei dann doch erst gegen 18 Uhr Feierabend. „Man hat sich dran gewöhnt bei der Hitze“, sagte Gabriel.

Die Arbeiten liegen laut Polier im Zeitplan. Die Asphaltierarbeiten seien bis in die erste Septemberhälfte geplant, sagte der Bauaufseher beim Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz, Christoph Schinhofen, an der Baustelle. Nach derzeitigem Stand der Planung solle die Brücke in der Woche ab dem 4. November für den Verkehr freigegeben werden.

Das 1,7 Kilometer lange und bis zu 160 Meter hohe Bauwerk im Kreis Bernkastel-Wittlich ist die größte Brücke, die sich zurzeit in Europa im Bau befindet. Die Brücke soll mit dem Neu- und Ausbau der Bundesstraße 50 eine direkte Straßenverbindung zwischen den Benelux-Staaten und dem Rhein-Main-Gebiet schaffen. Die Kosten des Projektes belaufen sich insgesamt auf mindestens 483 Millionen Euro.

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1 KOMMENTAR

  1. Respekt, Respekt , wenigsten beschweren sie sich nicht über Klimawandel. Sie kennen das Phänomen des Sommers schon einige Jahrzehnte und fangen nicht gleich an zu heulen .

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