RHEINLAND-PFALZ. Ein halbes Jahr nach einer Anregung von Wirtschaftsminister Volker Wissing suchen die Weinerzeuger nach Wegen für eine Aufnahme des Kulturguts Wein in das immaterielle Unesco-Welterbe.
Vor der Jahreshauptversammlung des Weinbauverbands Rheinhessen sagte dessen Präsident Ingo Steitz: «Wir sind höchst motiviert, den Welterbestatus zu erlangen.» Auf dem Treffen des Verbands in Nieder-Olm, im Rahmen der seit Montag laufenden Agrartage Rheinhessen, ist Wissing (FDP) am (heutigen) Freitag mit einem Vortrag über das «Kulturgut Wein» angekündigt.
Die Antragstellung bedürfe einer eingehenden Vorbereitung, sagte Steitz im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Aus seiner Sicht sollte der Antrag für den gesamten Weinbau in Deutschland gestellt werden.
Auch die Internationale Organisation für Rebe und Wein (OIV) unterstützt die Initiative, plädiert aber für eine Aufnahme ohne regionalen Bezug. «Wein war schon immer ein Kulturprodukt mit unterschiedlichen regionalen Ausprägungen», sagt die OIV-Vizepräsidentin Monika Christmann von der Hochschule Geisenheim. So gebe es in Georgien oder Armenien schon seit 8000 Jahren Weinbau.
(dpa)














