Neuartige Solar-Fähre für Oberbillig zu Wasser gelassen

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Bildquelle: dpa-Archiv

OBERBILLIG/STRALSUND. Auf dem Wasser mit der Kraft der Sonne: Nach rund sechs Monaten Bauzeit ist am Freitag in Stralsund eine neuartige vollelektrische Solarfähre zu Wasser gelassen worden.

Das 28 Meter lange emissionsfreie Schiff wird künftig auf der Mosel in der Gemeinde Oberbillig (Kreis Trier-Saarburg) eingesetzt, wie der Verkaufsmanager der Stralsunder Firmen Formstaal und Ostseestaal, Ingo Schillinger, berichtete.

Das von den Firmen gebaute Schiff mit vier Elektromotoren, einem Elektromanagementsystem mit neuartigen Lithium-Polymerbatterien und verbesserter E-Ladetechnik ist das dritte mit vollelektrischem Antrieb in diesem Jahr.

Im Sommer waren bereits ein Fahrgastschiff für die Weiße Flotte und ein Seminarschiff für einen Berliner Auftraggeber abgeliefert worden. Neu ist, dass dieses Schiff neben 45 Fahrgästen auch sechs Autos befördern kann. Bislang sind von Formstaal und Ostseestaal zehn Elektro-Solarschiffe gebaut worden – 14 weitere seien in Planung. Erste Anfragen gebe es auch aus Italien und den Niederlanden.

Mit der Neubeschaffung einer modernen, strombetriebenen Fähre würden jährlich rund 14 000 Liter Diesel eingespart und die Abgas- und Lärmemissionen deutlich reduziert, erklärte der Oberbürgermeister von Oberbillig, Andreas Beiling. Die Geräusche hätten um 80 Prozent reduziert werden können. Energiesparend sei auch der Einsatz von LED-Leuchten. Nach Probefahrten auf dem Strelasund geht die Fähre Ende Oktober an die Mosel. Dort soll sie Ende November getauft werden.

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