Explosion auf Tankschiff nahe stillgelegtem Kernkraftwerk

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KOBLENZ (dpa). An Bord eines Tankschiffs sind in der Nähe des stillgelegten Kernkraftwerks in Mühlheim-Kärlich zwei große Schiffsbatterien explodiert. «Das war eine kleine Verpuffung», sagte ein Polizeisprecher am Montag. Der Vorfall habe sich am Sonntagabend im Maschinenraum ereignet. Das Unglück passierte auf dem Rhein etwa 500 Meter von dem Kraftwerk in Mülheim-Kärlich entfernt.

Nach der Verpuffung fiel auf dem leeren Tanker die gesamte Elektronik aus – auch das Ruder funktionierte nicht mehr. «Nachdem neue Batterien eingesetzt wurden, setzte das Schiff seine Fahrt fort und warf dann den Anker», sagte der Polizeisprecher. Verletzt wurde niemand. «Eine Gefahr für Menschen in der Nähe des stillgelegten Kraftwerks bestand nicht.»

Wie es zu der Explosion kam, war zunächst unklar. Ein Fachmann soll den Tanker unter die Lupe nehmen. Das Schiff liegt vorerst mit Fahrverbot bei Weißenthurm, wenige Kilometer von Mülheim-Kärlich entfernt. Auf die Rheinschifffahrt hatte der Vorfall auf dem Tankschiff laut Wasserschutzpolizei keinen Einfluss.

Das Atomkraftwerk ist seit 1988 außer Betrieb. Die letzten Brennelemente wurden 2002 abtransportiert. Betreiber RWE will den Kühlturm bis Ende 2018 komplett abreißen.

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