„Jahr der Extreme“ – Totalschäden bei manchen Obstbetrieben

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Bildquelle: dpa-Archiv

WELSCHBILLIG (dpa/lrs). Eine Frostnacht hat vor allem den Obstbauern in Rheinland-Pfalz zugesetzt. Schon jetzt hat 2017 das Etikett «Jahr der Extreme». Doch auch andere hat es schlimm erwischt. Die Obstbauern in Rheinland-Pfalz haben unter den Wetterkapriolen des Frühjahrs gelitten.

Viele Obstbaubetriebe im Norden des Landes hätten Totalschäden erlitten, teilte der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Michael Horper, am heutigen Montag in Welschbillig (Kreis Trier-Saarburg) mit. Erhebliche Frostschäden habe es vor allem in der Nacht zum 21. April an den Blüten gegeben. Auch ein zu warmer März und Trockenperioden im April und Mai hätten insgesamt zu einem «Jahr der Extreme» beigetragen.

Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd hatte Mitte Juli mitgeteilt, dass auch im Süden Anbauflächen teilweise komplett zerstört worden seien. Gerade bei Kirschen und Erdbeeren war die Ernte kleiner als im vergangenen Jahr oder fiel ganz aus. Die Landesregierung hilft den von Frostschäden betroffenen Bauern mit steuerlichen Entlastungen. Außerdem werden Liquiditätshilfen von der Landwirtschaftlichen Rentenbank angeboten.

Für das nördliche Rheinland-Pfalz erwartet Verbandspräsident Horper eine durchschnittliche Getreideernte. Die Qualitäten seien akzeptabel, die Erträge wiesen aber regional weite Spannen auf. Da die Erzeugerpreise sich auf mittlerem Niveau bewegten, hätten die Bauern genügend Spielraum für eine positive Preisentwicklung, teilte Horper mit.

Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd ging Mitte Juli von einer Ernte leicht unter dem Durchschnitt aus. Je nach Region und Boden sei das Ernteergebnis unterschiedlich.

Schlimm erwischt hat es nach Angaben des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau die Viehhalter im Norden. Das Jahr 2017 zeige, wie schnell eine sichere Futterplanung nachhaltig gestört werden könne, sagte Horper.

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