G20-Gipfel: 28 Polizisten aus Rheinland-Pfalz verletzt

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Polizisten ruhen sich in Hamburg am Rande einer Demonstration aus.

MAINZ/HAMBURG. (dpa/lrs) Beim Einsatz auf dem G20-Gipfel in Hamburg sind 28 Polizisten aus Rheinland-Pfalz verletzt worden. Sieben von ihnen mussten am Wochenende aus dem Einsatz abgezogen werden, wie die Staatskanzlei Rheinland-Pfalz am Sonntag mitteilte. „Wir verurteilen die Gewalt und enthemmte Zerstörungswut in Hamburg auf das Schärfste“, erklärten die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer – die amtierende Bundesratspräsidentin – und Innenminister Roger Lewentz (beide SPD) am Sonntag in einer gemeinsamen Mitteilung. Bei Steinwürfen seien auch Einsatzfahrzeuge der rheinland-pfälzischen Polizei beschädigt worden.

Vor allem bei Einsätzen im vom Krawall besonders betroffenen Schanzenviertel haben die Polizisten nach Angaben eines Sprechers des Innenministeriums Prellungen und Knalltraumata erlitten. In der Nacht zum Sonntag habe ein Polizist außerdem Kreislaufprobleme gehabt.

Zwischen 500 und 1000 Polizisten waren nach Angaben aus Sicherheitskreisen aus Rheinland-Pfalz nach Hamburg gereist, um den G20-Gipfel mit abzusichern. Nach dem Ende der Ruhezeiten sollten noch am Sonntag erste Kräfte die Rückreise antreten, sagte der Pressesprecher.

Egal von welcher Seite die Angriffe kämen – „solche Gewaltausbrüche sind widerwärtig, völlig sinnlos und durch nichts zu rechtfertigen“, sagte Dreyer. Auch Anwohner, Händler und Gastronomen hätten unter der Zerstörungswut gelitten. „Allen Opfern muss schnelle und unbürokratische Hilfe zukommen“, forderte die Ministerpräsidentin. Dank gebühre den Polizisten, die sich den Gewaltexzessen entgegenstellt hätten.

«Unser Demonstrationsrecht ist ein hohes Gut, aber kein Freibrief für brutale Gewalt», sagte Lewentz. «Wer Menschen verletzt, Autos anzündet und Geschäfte plündert, hat keine Toleranz verdient.» Die ermittelten Täter müssten zur Verantwortung gezogen werden. «Das Ziel einzelner Chaoten war es ganz deutlich, Beamtinnen und Beamte zu verletzten oder Schlimmeres. Das ist mit nichts zu rechtfertigen».

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3 Kommentare

  1. Bei diesen Demos muss ich immer an das Foto der zwei Punker denken, die nach der Antikapitalismus-Demo erstmal schön in den McDonalds mampfen gehen.

    Oder wie der Demonstrant auf der Demo für den Klimaschutz, der sein Baby hochhält. Überbevölkerung produzieren ist immer die beste Maßnahme… um unsere Welt mit CO2 kaputtzumachen.

    Diejenigen, die sich in der anbahnenden Endzeit die Köppe einkloppen, werden primitive Bestäubungs- sowie Wurf-Maschinen sein und nicht irgendwelche Asketen.

  2. Diese gewalttätigen “ Demonstranten“ sind keine Demonstranten mit politischem Anspruch das sind wie auch bei den Bundesligafanclubs Leute die sich über Krawall ihren Kick besorgen.
    Dass dann in einem eher links geprägten Viertel Autos angezündet und Geschäfte geplündert werden zeigt doch dass es nur um Zerstörung ging, denn welcher völlig verblödeter Idiot zündet sein eigenes Haus an ?

    Hier wurde das Demonstrationsrecht schwer geschädigt, die Staatsmacht hätte ganz anders vorgehen müssen, deeskalieren funktioniert nicht denn das Ziel dieser Gewalttäter stand schon vor dem Gipfel fest.

    Alle vermummten hätten sofort herausgezogen und interniert werden müssen ohne Diskussion.

    Vielleicht sollten die deutsche Polizei mal bei den Franzosen in die Lehre gehen, denn die paramilitärische Polizei die CRS hätte dem sofort ein Ende gemacht, ich habe das schon selbst erlebt bei einer Demonstration in Strassburg da wurde nicht lange gefackelt.

    Erschreckend dass sich der Bürger mittlerweile weder von der Polizei noch vom Rechtssystem Schutz erwarten darf.

  3. Ja Frau Dreyer, das ist gut dass Sie so einsichtig sind. Da können Sie doch vor dem Zubettgehen gleich mal mit Ihrem Mann, dem Herrn Jenssen, sprechen und ihm sagen, er möge sich doch mal von den Chaoten des kunterbunten Trier distanzieren, deren Verhalten hat nämlich auch nichts mit friedlicher Demonstration zu tun und dass es nicht zu Gewalt und Sachbeschädigung durch diese Freunde ihres Mannes kommt ist immer nur einem massiven Polizeiaufgebot auf Kosten des Steuerzahlers zu verdanken.

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