Luchsbabys im Pfälzerwald

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Ein Luchsjunges wird von einem Tierpfleger gehalten.

Bildquelle: A. Sommer/Stiftung Natur und Umwelt RLP

TRIPPSTADT / PFÄLZER WALD (dpa/lrs). Außergewöhnliche Tiergeburt im Pfälzerwald: Zehn Monate nach der Freilassung dreier Luchse in der Region hat eines der beiden Weibchen Nachwuchs bekommen.

Die beiden Jungen seien gesund und wohlauf, teilte der Geschäftsführer der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz, Jochen Krebühl, am Mittwoch mit. Die Stiftung organisiert die Wiederansiedlung der «Pinselohren» in der Region, in der der Luchs seit Ende des 18. Jahrhunderts als ausgerottet galt. Die Tierbabys sind der erste dokumentierte Nachwuchs seit damals.

Die Mutter der kleinen Luchse, die vierjährige Kaja, stammt ebenso wie der Vater Lucky aus der Slowakei. Sie waren im Juli 2016 zusammen mit einem weiteren Weibchen als erste «neue» Luchse in der Region freigelassen worden. Anhand der GPS-Halsbänder, die die Luchse tragen, konnten die Tierschützer beobachten, dass sich Kaja und Lucky näherkamen. «Besonders auffällig war ein mehrtägiges Rendezvous der beiden zwischen dem 17. und 20. Februar», teilte die Stiftung mit. Als Kaja ihren Bewegungsradius verringerte, schien eine Geburt wahrscheinlich.

Vor vier Wochen entdeckten dann Projektmitarbeiter in einer kleinen Felsnische zwei Luchsjunge. Sie waren in einem guten Allgemeinzustand und brachten ein beziehungsweise 1,3 Kilogramm auf die Waage. Sie verstärken nun die sieben bislang ausgesetzten Luchse. Insgesamt sollen 20 der Katzen im Pfälzerwald angesiedelt werden.

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