Spitzenwinzer möchten „Bezeichnungsdschungel“ bei Wein lichten

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Bildquelle: pixabay.de

MAINZ. Den „Bezeichnungsdschungel“ auf den Etiketten der Weinflaschen in Deutschland möchte der Präsident des Verbandes Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) lichten. „Ein Fass Wein kann mit 15 bis 20 verschiedenen Bezeichnungen abgefüllt werden“, sagte Steffen Christmann. „Den Kunden ist das zu kompliziert.“

Christmann hält das verästelte Weinrecht und die daraus resultierende Begriffsvielfalt für einen der Gründe, warum die Menschen im Ausland oft einen Bogen um Wein aus Deutschland machen. Der deutsche Wein insgesamt habe seit 2008 die Hälfte seines Exports verloren, während die VDP-Spitzenweine, die eine eigene vierstufige Pyramide zur Klassifizierung verwenden, kräftig zugelegt hätten. „Unsere Konzeption wird verstanden, auch international“, meint Christmann.

Auf den Etiketten in Deutschland steht die Qualitätsstufe, also „Tafelwein“, „Landwein“, „Qualitätswein“ oder „Prädikatswein“ – wobei auf die beiden letztgenannten 96 Prozent des Weins entfallen. Hinzu kommt verpflichtend das Anbaugebiet sowie der Erzeuger. Doch viel mehr ist möglich: Begriffe wie „Classic“ und „Selection“ sowie traditionelle Begriffe wie „Riesling-Hochgewächs“, „Liebfraumilch“ oder „Weißherbst“. Außerdem Hinweise wie „Steillage“ und Verfahren wie „Barrique“.

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