Autos der Stadt Trier wichtiger als Kinder? Besorgter Vater beklagt Situation in der Ehranger Straße

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TRIER. In einem offenen Brief an die Verantwortlichen der Stadt Trier und die Parteien des Stadtrates, der auch an unsere Redaktion geschickt wurde, beklagt ein besorgter Vater aus Ehrang die gefährliche Verkehrssituation, die in Ehrang durch die Abschaltung der Ampelanlage an der Ecke Ehranger Straße / Einmündung Hafenstraße momentan besteht.

Gerne veröffentlichen wir diesen „Hilferuf“ und hoffen auch sehr, dass sich an dieser Gefahrenstelle schnell etwas zum Besseren ändert:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin mir gar nicht sicher, ob die Aussage im Betreff so zugespitzt ist, nachdem ich heute Morgen Zeuge werden musste, wie meine Kinder fast angefahren wurden. Doch dazu später.

Mein Anliegen betrifft die Verkehrssituation an der Einmündung Hafenstraße in die Ehranger Straße. Kurz nach Einrichtung einer längerfristigen Baustelle in Höhe der Fa. Mock in der Ehranger Straße wurde die Ampelanlage abgeschaltet.

Nun müssen an dieser Stelle am Morgen und am Abend die Schulkinder die Straße queren, zudem natürlich auch jeder andere der auf die andere Straßenseite will oder muss.
Bereits zum damaligen Zeitpunkt wies ich in zwei Schreiben den Ortsvorsteher Herrn Puel auf diese gefährliche Situation insbesondere für Schulkinder hin.

Es erfolgte keinerlei Reaktion – dass ich zudem Schulelternsprecher der Grundschule St.-Peter Ehrang bin, viele Kinder „vom Bahnhof“ die Grundschule besuchen, scheint ihn auch nicht zu beeindrucken: Herr Puel – auch wenn man als „Ehrang-Bahnhofler“ durchaus über die Jahre den Eindruck bekommen könnte… wir gehören nicht zu Biewer, Ehrang endet nicht am Bahnübergang. Sie dürfen sich zuständig fühlen.

Ebenso erfolgte auf Anfragen an Herrn Ludwig, das Straßenverkehrsamt sowie das offenbar zuständige Tiefbauamt weder Rückrufe noch andere Reaktionen.

Offenbar war aber wohl ein Mitarbeiter des Tiefbauamtes vor Ort, der sich um 10 Uhr am Morgen in den Osterferien ein Bild der Situation machte und erstaunlicherweise keinen Handlungsbedarf sah – wahrscheinlich handelte es sich um einen Praktikanten. Soviel Inkompetenz möchte ich dem Tiefbauamt gar nicht zugestehen.

Nun wurde inzwischen die Verkehrssituation durch die Änderung der Vorfahrt zusätzlich verschärft. Das Fast-Unfall meiner beiden Söhne ist ein exemplarisches Beispiel: Sie wollten die Straße am Ampel-Fußgängerweg überqueren, ein freundlicher Autofahrer, der aus Richtung Trier kam hielt an, um sie gehen zu lassen. In diesem Moment überholte ein Autofahrer hinter ihm, weil er noch die grüngeschaltete Ampel erreichen wollte.

Auch die Fahrer aus der Gegenrichtung stellen eine große Gefahr da. Weil mensch die vor der roten Ampel verlorene Zeit wieder aufholen will, wird nach der Baustelle Gas gegeben. Dank geänderter Vorfahrt muss auch nicht mehr auf den Verkehr aus der Hafenstraße geachtet werden.

Darauf hatte ich ebenfalls bereits im Vorfeld den Verantwortlichen gegenüber hingewiesen. Die Ehranger Straße wird wieder zur Renntrecke wie vor der Ampeleinrichtung vor vielen Jahren.

Vielleicht führt ja dieser Hilferuf dazu, dass die Verantwortlichen bei der Stadt endlich handeln und den Schutz der Fußgänger und insbesondere der Kinder in den Fokus nehmen! Die Ampel muss wieder eingeschaltet, werden.

Vielen Dank und beste Grüße!

Thorsten S., Ehranger Straße 82, 54293 Trier

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