Die Porta wird verhüllt

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Porta Nigra

TRIER. Triers Wahrzeichen, die Porta Nigra, wird für die nächsten eineinhalb Jahre nur noch teilweise sichtbar sein. An Triers berühmtesten Bauwerk bröckelt der Putz, viele Fugen sind locker – sie muss saniert werden.

Die Gerüstbauer begannen am heutigen Montagmorgen mit ihren Arbeiten. Die „Eingerüstung“ der Porta Nigra wird ersteinmal drei Wochen dauern. Im nächsten Monat startet dann an der Porta die eigenliche Sanierung des Bauwerkes. Die Arbeiten werden von der Architektin Brigitte Coen betreut.

Auf einer ihrer Zeichnungen ist das römische Stadttor zu sehen und unzählige gelb ausgemalte Stellen. Die Schadenskartierung umfasst 400 Pläne, die ein Restaurator angefertigt hat. Eine gute Grundlage für Brigitte Coen, auf der man jetzt präzise arbeiten könne.

Schäden gibt es an sehr vielen Stellen, an denen Löcher in der vergangenen Zeit mit Zement-Mörtel gefüllt wurden. Die Löcher entstanden, als in Laufe der Jahrhunderte Eisenklammern, die die Sandsteinquader zusammenhielten entfernt wurden – sie wurden für andere Zwecke gebraucht. Die Zementfüllung schädigt jedoch die Steinquader. Stattdessen soll ein kalkgebundener Mörtel in die Löcher gefüllt werden, der weicher ist als der Stein selber. So hatten es auch schon die Römer gemacht.

Bis Ende 2018, fast zwei Jahre lang, werden die Restauratoren alleine für eine Seite der Porta Nigra brauchen. Denn neben den vielen schadhaften Mörtelstellen ist es vor allem der Belag auf der Fassade, der Arbeit macht. „Diese schwarze Verfärbung der Porta Nigra ist ja schon uralt“, sagt Brigitte Coen. „Über die Jahrhunderte hat sich eine Schmutzkruste aufgesetzt.

Das ist aber nicht nur Schmutz, sondern es sind auch mineralische Vorgänge, chemische Vorgänge, die da stattgefunden haben, durch Reaktionen des Steines mit Umweltfaktoren, plus Ruß, plus Abgase, alles mögliche…“

Mit einem hochmodernen Laserverfahren soll die Schicht aufgetragen werden. Dadurch wird die Porta etwas heller.

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