Mit Computertechnik gegen die Spinnenangst

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SAARBRÜCKEN / ST. INGBERT. Psychologen und Psychotherapeuten der Universität des Saarlandes wollen gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik in St. Ingbert eine virtuelle Therapie gegen Spinnenangst entwickeln.

„Diese Methode, die auf modernen Computertechnologien basiert, könnte genauso wirksam sein wie aufwendige Therapieansätze mit echten Spinnen“, sagt Tanja Michael, Professorin für Klinische Psychologie und Psychotherapie.

Sie hofft, dass durch diese neue Form der Therapie – beispielsweise mit einer Datenbrille – vor allem junge Menschen ihre Hemmschwelle überwinden und professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Laut Studien bleiben derzeit rund 60 Prozent der Betroffenen unbehandelt, obwohl bei ihnen ein großer Leidensdruck herrscht und die Erfolgschancen bei der Behandlung von Spinnenphobie groß sind: Bisher konnte allen Patienten, die die Psychotherapeutische Universitätsambulanz in Saarbrücken aufgesucht haben, geholfen werden.

Vom Bundesministerium für Bildung und Forschung fließen rund 1,8 Millionen Euro in das Projekt „Digitale Therapie zur häuslichen Behandlung von spezifischen Phobien“.

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