Fahrlässige Tötung bei OP ? Arzt soll Schuld am Tod einer 19-jährigen Studentin sein

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Symbolbild OP

Bildquelle: pixabay.de

HERMESKEIL / TRIER. Die Trierer Staatsanwaltschaft hat gegen einen 48-jährigen Arzt Anklage wegen fahrlässiger Tötung erhoben. Laut Anklage soll der Arzt für den Tod einer 19-jährigen Studentin verantwortlich sein.

Die 19-Jährige Hermeskeilerin verstarb 2012 kurz nach einer Operation im St. Josef-Krankenhaus Hermeskeil. Die Staatsanwaltschaft Trier geht davon aus, dass dem Arzt bei der Behandlung mehrere Fehler unterlaufen waren, die zum Tod der jungen Frau führten.

Zunächst war die Frau wegen einer starken Bronchitis und ihrer Atemnotsbeschwerden behandelt worden. Bei einem chirurgischem Eingriff, der auch Thoraxdrainage genannt wird, und bei den anschließenden Wiederbelebungsversuchen sollen mehrere Ärztefehler passiert sein, unter anderem beim Anlegen der Drainage und bei der Diagnose der Halsschwellungen.

Welche medizinischen Fehler man dem Arzt detailliert vorwirft, wurde von der Staatsanwaltschaft Trier nicht mitgeteilt. Der Arzt, der damals nur aushilfsweise in der Hermeskeiler Klinik gearbeitet hatte, bestreitet die Vorwürfe. Das Landgericht Trier muss nun entscheiden, ob es zum Prozess kommt.

Bei einem von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebenen Gutachten wurde vor drei Jahren zuerst festgestellt, dass es keinen Zusammenhang zwischen dem Tod der Frau und einem Behandlungsfehler gäbe. Gegen dieses Gutachten hatten die Eltern Beschwerde eingereicht, so dass die Ermittlungen wieder aufgenommen wurden.

Mittlerweile geht die Staatsanwaltschaft jetzt davon aus, dass es einen hinreichenden Verdacht gibt, dass der Tod des Mädchens auf eine fehlerhafte Behandlung des 48-jährigen Facharztes für Innere Medizin zurückzuführen sei.

Ein Richter am Landgericht Trier muss jetzt den Fall prüfen und festlegen, ob es zu einem Prozess gegen den Arzt kommt.

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