Zurlaubener Ufer: Alter Deich modern stabilisiert

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TRIER. Zurlauben verändert sich. Im Zuge der Stabilisierung des Hochwasserschutzdamms zwischen Kaiser- Wilhelm-Brücke und Ruderclub ist das Moselufer aktuell eine Großbaustelle. Doch nicht nur der Damm wird stabilisiert, die Stadt nutzt die Chance, das Areal auch städtebaulich aufzuwerten.

Wo im Sommer normalerweise Touristen und Einheimische flanieren, ein kühles Getränk in einer der zahlreichen Gaststätten am Moselufer genießen, fahren an diesem kalten Wintertag Bagger, Bauarbeiter werkeln und es sieht wenig einladend aus. Der Grund: Der 80 Jahre alte Deich, der die Stadt vor Hochwasser schützt, ist undicht und muss stabilisiert werden. Der Start für dieses aufwendige Projekt mit geplanten Kosten von fünf Millionen Euro, wovon die Landesregierung 90 Prozent übernimmt, war im November vergangenen Jahres.

Ende vergangener Woche wurde ein wichtiger Schritt zur Stabilisierung abgeschlossen. Über eine Länge von 500 Metern zwischen Kaiser-Wilhelm-Brücke und Ruderclub brachten Arbeiter eine 40 Zentimeter breite Dichtwand in den Deich ein. „Hierfür bohren sich drei Schneckenbohrer mit einer Länge von je zwölf Metern sechs Meter tief in das Erdreich und lockern dieses auf.

Anschließend wird ein Zementgemisch, welches sich mit dem Grund vermischt, in das Erdreich gespritzt. Daraus entsteht dann die zusammenhängende Dichtwand“, erläutert der Projektleiter des städtischen Tiefbauamts, Alexander Hammel. Rund vier Wochen dauerte es, den Deich auf diese Weise zu stabilisieren. In dieser Woche beginnen Arbeiten an der Böschung zur Mosel. Die Gaststätten werden im Frühling wieder erreichbar sein. Bis dahin soll die Deichkrone – entsprechende Witterung vorausgesetzt – gepflastert sein.

Treppe zur Uferpromenade

Neben der rein technisrpromenadechen Sanierung am Damm werden auch städte- und landschaftsplanerische Maßnahmen umgesetzt, wodurch das Areal attraktiver und einladender gestaltet wird. Unter anderem ist eine 21 Meter breite Freitreppe mit Sitzmöglichkeiten von der Deichkrone zur Uferpromenade geplant. Zudem wird es weitere Sitzsteine und -bänke sowie barrierefreie Zugänge geben. Die Bleichstraße und die Straße Zurlaubener Ufer bis zur ehemaligen Kabinenbahn werden verkehrsberuhigt ausgebaut und der Georg-Schmitt- Platz durch eine barrierefreie Zugangsrampe an die Straße Zurlaubener Ufer angebunden.

Das zukünftig neu gestaltete Zurlaubener Ufer als grafische Darstellung.
Eine grafische Darstellung des zukünftig neu gestalteten Zurlaubener Ufers.

1 KOMMENTAR

  1. Man sollte sich auch einmal überlegen den Fussgänger und Radfahrerverkehr zu trennen, es ist bisher immer sehr nervig gewesen Radfahrern die meinen sich den Weg durch die Fussgängergrupppen mit Geschwindigkeit und Rüpelhaftigkeit zu erkämpfen zu entgehen, dass es hier keine grösseren Unfälle gab grenzt an ein Wunder.

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