Regionale Unternehmen blicken optimistisch in die Zukunft

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Bildquelle: pixabay

Die regionalen Unternehmen berichten von guten Geschäften und blicken optimistisch ins neue Jahr. Das zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier, an der sich 160 Betriebe mit etwa 20.000 Beschäftigen beteiligt haben. Der IHK-Konjunkturindikator ist auf 127 Punkte (Herbst 2016: 117 Punkte) gestiegen und signalisiert damit ein überdurchschnittlich gutes Konjunkturklima.

49 Prozent der Betriebe kennzeichnen ihre derzeitige Geschäftslage als gut, 39 Prozent als befriedigend und zwölf Prozent als schlecht. Dies stellt gegenüber der Vorumfrage vom Herbst 2016 eine deutliche Verbesserung dar, als nur 35 Prozent gute Geschäfte meldeten. 45 Prozent der Befragten konnten im vergangenen Jahr ihre Umsätze steigern, nur 21 Prozent mussten Rückgänge hinnehmen.

Auch die mittelfristigen Geschäftserwartungen fallen besser aus als noch vor einigen Monaten: 28 Prozent der Befragten erwarten im neuen Jahr bessere Geschäfte, lediglich 10 Prozent schlechtere. Im Herbst hatte das Verhältnis von Optimisten zu Pessimisten noch bei 21 zu 13 Prozent gelegen.

„Steigende Umsätze, gute Geschäfte und optimistische Erwartungen führen dazu, dass die Unternehmen im neuen Jahr mehr investieren wollen“, sagt IHK-Chefvolkswirt Matthias Schmitt. 36 Prozent nennen als Investitionsmotiv die Ausweitung der Produktionskapazitäten; im Herbst waren es nur 26 Prozent. „Das spricht für das Vertrauen der regionalen Betriebe in die Fortsetzung des Konjunkturaufschwungs“, sagt Schmitt weiter.

Laut IHK wird sich auch der Beschäftigungsaufbau in der Region Trier in moderatem Tempo fortsetzen, doch nennen 58 Prozent der Firmen den Fachkräftemangel und 41 Prozent die Arbeitskosten als Risikofaktoren für die eigene wirtschaftliche Entwicklung. Knapp die Hälfte der Befragten misstraut der Entwicklung der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen.

„Die wirtschaftspolitischen Unwägbarkeiten, die unter anderem durch den Brexit und die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten entstanden sind, bremsen den regionalen Konjunkturtrend aktuell noch nicht aus – die Risiken steigen allerdings“, urteilt Schmitt.

Dessen ungeachtet zeigt sich die exportorientierte Industrie in einer starken wirtschaftlichen Verfassung. Das verarbeitende Gewerbe berichtet von einer überdurchschnittlich hohen Auslastung der Produktionskapazitäten und überdurchschnittlich hohen Auftragsbeständen. Auch die Auftragseingangsdynamik in der Industrie beeindruckt im vierten Quartal 2016: 52 Prozent der Befragten berichten von steigenden, 33 Prozent von gleichbleibenden und lediglich 15 Prozent von rückläufigen Orders. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Ausfuhrerwartungen. Ein Drittel der Exportunternehmen rechnet 2017 mit steigenden Ausfuhrziffern und weniger als jedes zehnte befürchtet Rückgänge.

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