Kampf gegen Einbrecherbanden – Hunderte von Kontrollen in Rheinland-Pfalz

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Eine Autokontrolle durch die Bundespolizei

MAINZ. Mit einer Großaktion hat die Polizei in Rheinland-Pfalz in den letzten Tagen Front gegen Einbrecherbanden gemacht: In einer länderübergreifenden Aktion wurden Hunderte von Fahrzeugen und Personen angehalten und durchsucht.

Wie das Innenministerium in Mainz mitteilte, wurden in Rheinland-Pfalz bei dem Spezialeinsatz zwischen dem 27. und 29. Oktober 188 Fahrzeuge und 335 Menschen kontrolliert. Zwei Personen seien vorläufig festgenommen worden. Es seien Eigentums-, Urkunden- und Verkehrsdelikte aufgedeckt worden sowie Verstöße gegen das Betäubungsmittel-, Aufenthalts- und Kraftfahrzeugsteuergesetz.

Weiter wurden unter anderem zahlreiche, als gestohlen gemeldete Smartphones, geklaute Fahrräder mit entfernter Seriennummer, sowie geklaute Uhren mit einem Wert von über 6000 Euro entdeckt und beschlagnahmt.

Vor allem galt die Polizeiaktion den zahlreichen „Kriminaltouristen“. „Diese würden durch ganz Europa ziehen“, sagt der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD). Die professionell agierenden Banden konnten darauf vertrauen, dass die sie den Ermittlern um Längen voraus sind: Selbst wenn die Einbrecher für die Niederländer alte Bekannte waren, wussten das die deutschen Ermittler längst noch nicht. Grenzen eben, aber nur für die Ermittler.

Die Polizeibehörden im Westen Deutschlands – in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz -wollen den Einbrecherbanden nun gemeinsam mit Belgien und Niederlanden das Handwerk legen. Medienwirksam unterzeichneten die zuständigen Minister mit der Aachener Erklärung einen grenzüberschreitenden Maßnahmenkatalog, zu dem etwa der Austausch von Informationen und gemeinsame Ermittlungsgruppen gehören. Angestoßen hatte den Schritt der NRW-Minister Jäger.

Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) lobte die gemeinsame Aktion mit Bayern, Baden-Württemberg und Hessen. So werde der Fahndungsdruck erhöht, Beutezüge würden schwerer für Straftäter. «Durch die länderübergreifende Kooperation gelingt es uns, Täter auch jenseits von Landesgrenzen festzusetzen», betonte er. In allen vier beteiligten Ländern wurden den Angaben zufolge weit mehr als 6000 Fahrzeuge und knapp 11 700 Personen kontrolliert.

Die Aktion in den letzten Tagen war also nur der Anfang im verstärkten Kampf gegen die Diebesbanden.

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