Neue Chance für Trierer IC-Anbindung ?

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ZUg_ IC_Schienen_ Bahn
Symbolfoto "Inter-City"

Bildquelle: wikipedia

BERLIN/TRIER. Der Vorschlag der Trierer SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Katarina Barley zur Anbindung Triers an den Fernverkehr ab Dezember 2016 wurde von der Deutschen Bahn (DB) ausgeschlagen. Die DB hält weiterhin an der „Bahnoffensive 2030“ fest.

Barley lagen Informationen vor, dass die derzeitige Zugkomposition der IC-Züge ab Koblenz/Köln nach Emden bzw. Norddeich Mole mit dem Fahrplanwechsel im Winter von Doppelstock-Intercitywagen auf herkömmliche Intercitywagen umgestellt werden. „Diese Intercitywagen waren bereits auf der Moselstrecke im Einsatz und könnten deshalb als Rückverlängerung von Koblenz nach Trier und Luxemburg den derzeitigen Regionalexpress RE 4149 (Trier-Koblenz) ersetzen. Die Trassen und die Fahrplanlage sind weiterhin frei“ erklärt Barley.

Mit diesem Vorschlag wandte sich die Bundestagsabgeordnete Mitte September an die Deutsche Bahn. Die grundsätzliche Machbarkeit wurde nun bestätigt. Die Deutsche Bahn will jedoch erst mit Ablauf des Nahverkehrsvertrags des Landes im Jahr 2030 im Rahmen der „Bahnoffensive 2030“ einen direkten Fernverkehr ab Trier realisieren. „Die Chance, dass Reisende mit dem Fahrplanwechsel zum 11.12.2016 wieder einen Fernverkehr in Trier nutzen könnten, wurde damit vertan“ bedauert Barley.

Die DB versicherte Barley, dass sie gemeinsam mit der Luxemburgischen Staatsbahn CFL nochmals Möglichkeiten prüft, um einzelne Direktverbindungen von der Moselstrecke nach NRW zu verwirklichen. Eine Einschätzung soll bis Ende des Jahres vorliegen.

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9 KOMMENTARE

  1. 2030? Das sind ja nur noch 14 Jahre? Vielen Dank DB! Wenn man bedenkt, dass innerhalb von 12 Jahren (1859 – 1871) die Strecke Köln-Trier gebaut wurde, ist es schon bezeichnend das wir jetzt 14 Jahre auf den Abfaul eines Vertrags warten, bis sich die Situation verbessern kann…

  2. Das was sich die DB in unserer Region erlaubt ist Körperverletzung, mittlerweile fährt niemand aus meiner Familie mehr Bahn, meine Bahncard habe ich in den Reisswolf geworfen, es ist eine Frechheit was hier für viel Geld geboten wird.

    Ich setze seit Jahren keine Fuss mehr in einen deutschen Zug

  3. So schlecht sind die Züge auch nciht, die miese Qualität ist zum Teil auch dem Reisepublikum geschuldet, es gibt in den Nahverkehrszügen zahlreiche Reisende, die die Toiletten als Raucherraum misbrauchen oder sich besaufen.Lärm machen und dadurch andere stören

  4. als Touristenmetropole und Unistadt abgehängt und zur Bimmelbahn verdammt – auf PKW und Billigbusse angewiesen- so wird das Tal weiterhin täglich voller durch Individualverkehr – wo doch seit Jahren Brücken und Verkehrsanbindungen fehlen . Wenigstens ist der Bahnhof halbwegs renoviert – jetzt ist die Stadt an der Reihe das Umfeld endlich aufzuwerten – ein richtiger Busbahnhof wenigstens ( sogar in Witllich ist das professioneller ) und ein weiteres Hotel ist dort nötig .

    • Das mganze Bahnhofsviertel ist ein Schandfleck man sollte die Bahnhofstrasse bis zur Ostallee autofrei machen und als Fussgängerzone aufwerten, der Busbahnhof ist insebsondere für Fernbusse ein Witz und der Bahnhof strahlt trotz Renovierung eher das “ bleib weg“ Gefühl aus als ein warmes Willkommen , wenn ich als Tourist auf diesem Bahnhof zum ersten Besuch ankäme wiurde es mich grausen , ich kenne auch nur einen Bahnhof einer Grossstadt der schlimmer ist .

  5. Das ist allerdings warh. Kommt man aus dem BAhnhof so sieht man zur Rechten ein paar Einheimische, die ein paar Fläschchen mit Hochprozentigem leeren, bemerkenswert ihre Robustheit denn es sind seit Jahren die gleichen und die konsumierten Getränke sind Hochprozentiges.
    Der ganze Boden ist voller Kaugummis und Spuckflecken. Rechts das Haus schräg gegenüber der Post erinnert in seiner grauen Tristesse an die DDR. Die Postfiliale resp die Bankomaten ist nach Einbruch der Dunkelheit, manchmal auch tagsüber, nicht benutzbar, da dort gern Obdachlose übernachten und manchmal auch besoffenerweise randalieren (eines der wenigen wirklich grossstädtischen Merkmale Triers, denn ähnliches kenne ich nur von Frankfurt). Das Ganze komplett für Autos sperren und nur Busse und Taxis reinlassen wie in Koblenz wäre das Beste.

    • Ich habe jetzt wirklich nicht verstanden, was „…für Autos sperren und nur noch Busse und Taxis reinlassen…“ gegen herumlungernde Alkis, bespuckte Böden und randalierende Prolls ausrichten sollte. Oder kommen die alle mit dem bösen Auto an den Bahnhof um da mal richtig die Sau rauszulassen?

      • Das war lediglich die weiterführende Feststellung dass es im Fernverkehr nicht nur an den Verbindungen hakt sondern das ganze Bahnhofsumfeld in Trier genausowenig stimmig ist einen einladenden Eindruck zu machen .

        • OK, darüber hinaus ist auch auffällig, dass Bahnlinien regelmäßig „Elends-Schneisen“ in Städte schlagen. Rund um Bahntrassen und häufig gerade auch „hinter der Bahn“ von den jeweiligen Zentren aus betrachtet beginnt eine andere Welt…hier findet häufig keinerlei Entwicklung mehr statt…zumindest nicht zum Positiven. In Zeiten aufkommenden automatisierten Individualverkehrs ist es fraglich, welchen Stellenwert so etwas in einer städtischen Landschaft noch haben darf.

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