Eintracht Trier und Cheftrainer Peter Rubeck trennen sich „im gegenseitigen Einvernehmen“

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Bildquelle: lokalo/Archiv

TRIER. Einen Tag nach der 0:1-Niederlage bei Wormatia Worms haben sich Eintracht Trier und Cheftrainer Peter Rubeck mit sofortiger Wirkung im gegenseitigen Einvernehmen getrennt. Der Vertrag des 54-Jährigen wäre noch bis Juni 2018 gelaufen. Der Verein zog damit die Konsequenz aus der bisherigen sportlichen Talfahrt in dieser Saison mit fünf Punkten aus zehn Spielen.

Angesichts der kritischen sportlichen Situation und der derzeitigen Tabellenplatzierung von Eintracht Trier haben sich der Regionalligist und Cheftrainer Peter Rubeck mit sofortiger Wirkung getrennt. Der bis 30. Juni 2018 laufende Vertrag des 54-Jährigen wurde im gegenseitigen Einvernehmen vorzeitig aufgelöst. Über die Modalitäten haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart. „Wir waren bis zuletzt davon überzeugt, dass Peter noch die Wende schafft.

Leider ist das nicht eingetreten“, sagt Vorstandsmitglied Roman Gottschalk. „Peter Rubeck selbst hat uns mitgeteilt, dass es in der gegenwärtigen Situation keinen Sinn mehr habe, weiterzumachen. Das spricht für seine Größe.“ Und sein Vorstandskollege Harry Thiele ergänzt: „Der aktuelle Saisonverlauf ließ uns keine andere Wahl. Wir sind Abstiegskandidat, können morgen Tabellenletzter sein, sofern Homburg sein Spiel in Kassel gewinnt, und wir mussten jetzt reagieren. Unsere Saisonziele müssen neu justiert werden und lauten nun Klassenerhalt sowie – unverändert – der Gewinn des Rheinlandpokals. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, einen äquivalenten Ersatz zu präsentieren. Wir wünschen Peter für seinen weiteren Karriereweg alles erdenklich Gute.“

„Wir danken Peter Rubeck für die überwiegend hervorragende Arbeit, die er hier geleistet hat“, so Roman Gottschalk. „Als er uns im Juli 2014 übernommen hat, waren wir lange Zeit Abstiegskandidat und hatten im gesamten Saisonverlauf nie einen einstelligen Tabellenplatz inne. Unter seiner Leitung haben wir es dennoch geschafft, die Klasse zu erhalten und insbesondere in der darauffolgenden Saison 2015/16 eine Mannschaft zu formen, die eine beeindruckende Hinrunde absolvierte – ausschließlich mit Auswärtssiegen – und letztendlich einen überragenden fünften Platz am Ende der Spielzeit erreichte. Zudem gelang es dem Team, den Rheinlandpokal überzeugend zu gewinnen und sich so für die erste Hauptrunde im DFB-Pokal für das Highlight gegen Borussia Dortmund zu qualifizieren.“

Mit Peter Rubeck verlässt auch der Sportliche Leiter Heiner Semar den Verein, der diese Funktion ehrenamtlich seit Januar 2015 innehatte. „Heiner Semar hat von sich aus in einem auf beiden Seiten sachlich geführten Gespräch den Weg für diesen Schritt freigemacht“, sagt Harry Thiele. „Das rechnen wir ihm hoch an und bedanken uns für sein unermüdliches Engagement und dafür, dass er uns in den mehr als anderthalb Jahren jederzeit mit seinem Rat und seinen Kontakten zur Verfügung stand.“

„Sobald eine Entscheidung hinsichtlich eines Nachfolgers getroffen und eine Vertragsunterzeichnung vorgenommen wurde, wird die Öffentlichkeit informiert und der neue Übungsleiter auch offiziell vorgestellt“, ergänzt Geschäftsführer Torge Hollmann. „Alle in der Zwischenzeit zirkulierenden Namen und Gerüchte wird Eintracht Trier nicht kommentieren.“
In der Zwischenzeit wird Co-Trainer Rudi Thömmes zusammen U19-Coach Daniel Paulus und Torwarttrainer Michael Weirich die Betreuung der ersten Mannschaft übernehmen – zunächst am kommenden Samstag im Heimspiel gegen FC-Astoria Walldorf.

4 KOMMENTARE

  1. Wie immer und überall beim Fussball hat der Trainer mal wieder die Schuld. Die Spieler würden mal besser Leistung bringen und sich für den Verein einsetzen.

  2. Stellungnahme Eintracht Trier 20.09.2016: „Die Tatsache, dass Peter Rubeck mit uns bereits schwierige und unruhige Zeiten durchlaufen hat, bestärkt uns darin, unsere Zusammenarbeit mit ihm fortzusetzen. Uns ist bewusst, dass diese Entscheidung nicht von allen Fans mitgetragen wird, die ein sofortiges Handeln verlangen. Wir möchten aber keine Entscheidung übers Knie brechen, solange wir den Eindruck haben, dass Peter Rubeck die Mannschaft erreicht und die Chemie zwischen allen – Mannschaft, Trainerteam und Vereinsführung – stimmt. “
    Aha!? Und zwei Tage ist alles anders?! Sach mal!

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