„Haar-Zündel-Prozess“ – Anklage fordert 8 Jahre Haft

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Bildquelle: florentine/pixelio.de

KAISERSLAUTERN. Im Prozess um den 36-jährigen Mann, der Anfang Juni mehrfach versucht hatte, seine wehrlose Bekannte anzuzünden, um sie loszuwerden, hat jetzt die Staatsanwaltschaft acht Jahre Haft gefordert.

Bei dem zweimaligen Versuch, die fast bewusstlose Frau an den Haaren anzuzünden (lokalo.de berichtete), handele es sich eindeutig um versuchten Mord, gab ein Gerichtssprecher der Staatsanwaltschaft heute in Kaiserslautern bekannt.

Naturgemäß sieht die Verteidigung des Mannes in der Tat nur eine gefährliche Körperverletzung. Der Verteidiger forderte vom Gericht eine dreijährige Haftstrafe für seinen Mandanten und schlug eine zusätzliche Unterbringung in einer Erziehungsanstalt vor.

Die Staatsanwaltschaft hielt dagegen: Der Angeklagte und die mit ihm befreundete 54-Jährige hätten am Tattag nach Angaben des Sprechers in der Wohnung des Mannes den Abend verbringen wollen.

Schließlich, so die Staatsanwaltschaft, lag die Frau betrunken und bewusstlos am Boden. Der Mann habe sie loswerden wollen. Weil sie nicht gegangen sei, soll er ihr zweimal die Haare angezündet haben, um sie zu töten. Das sei eindeutig versuchter Mord.

Nach Erkenntnissen der Ermittler filmte der 36-jährige die Tat mit seiner Handykamera, um sich am Leiden der Frau zu weiden. Diese konnte die brennenden Haare laut Staatsanwaltschaft mit der bloßen Hand löschen. Der Angeklagte soll die Frau vor die Tür geschleift haben, wo sie blutend und röchelnd liegenblieb. Dabei habe er ihren Tod in Kauf genommen, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft.

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