Projekt „Kirche im Nationalpark“ offiziell angelaufen

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Bildquelle: Bistum Trier

HERMESKEIL. Im Raum Hermeskeil ist das Bistumsprojekt „Kirche im Nationalpark Hunsrück-Hochwald 2016 bis 2020“ („KiNa Muhl“) nun offiziell angelaufen –

Initiiert durch die Kirchengemeinde St. Franziskus Hermeskeil und dem Dekanat Birkenfeld. Mit dem 2015 eröffneten Nationalpark verfüge der Hochwald über sehr viel mehr als eine sehenswerte Landschaft, sagte der Dechant (Leiter) von Dekanat Hermeskeil-Waldrach und Pfarrer von St. Franziskus, Clemens Grünebach, bei einem Gottesdienst zum Start des Projektes am 1. September.

Anhand der Schlüsselwörter Schöpfung, Synode, Herberge und Weggefährten umriss er das Ziel, neue Wege zu beschreiten – zu Gott und zu den Menschen. In der Schönheit der Natur zeige sich für Christen die Schönheit der Schöpfung Gottes. Darüber hinaus gebe es in Muhl mit der Kapelle Sankt Josef einen spirituellen „neuen Ort“, knüpfte er an eines der Themen der Bistums-Synode an. Als einzige Kirche im Nationalpark zeige sie Menschen Möglichkeiten auf, dort mit anderen zusammen zu kommen. Die Frage, „wie neue Orte von Kirche“ entdeckt werden könnten, sieht er damit von selbst beantwortet. Die Kapelle könnte ein solcher Ort sein, eine Art Herberge für Menschen, die das Wort suchten: „Hier im Nationalpark können sie das Leben finden.“ Die Kirche könne dabei Weggefährtin sein und „ein Stück des Weges mit gehen“.
An Ideen, wie das konkret aussehen könnte, feilt ein Projekt-Team aus Ehrenamtlichen der Pfarrei, unterstützt von „Externen“: Anne Speicher vom Nationalparkamt in Birkenfeld, Claus Wettmann, Pastoralreferent im Dekanat Birkenfeld, und Dr. Jörg Weber, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Trier.

Mit dem Ziel vor Augen, „religiöse und kulturelle Sinn- und Selbstfindungsangebote in der Natur und der Nationalparkkirche Muhl“ zu schaffen, sind bereits konkrete Schritte benannt. So etwa über Hermeskeil hinausreichende Kooperationen wie mit der Jugendkirche am Flughafen Hahn. 2017 soll zudem ein Schöpfungspfad angelegt werden. Spirituelle Wanderungen, geführt von geschulten Kräften sollen die Rangertouren, jeweils Donnerstag ab 14 Uhr, bereichern. Außerdem ist angedacht, Kultur und Kreativität zu fördern. Der Kapelle komme bei allem eine besondere Funktion zu. Daher soll sie jederzeit zugänglich sein – als Begegnungsort und als „sichtbares kulturelles und spirituelles Zentrum“. Mit eingebunden in die Überlegungen ist das nur wenige Schritte entfernte Bürgerhaus, das dafür saniert und umgebaut werden soll. Außerdem werden zusätzliche Toiletten und Duschen geschaffen, die auch von einer sich als Zeltplatz anbietenden Wiese zugänglich sein sollen.

Die Kosten des Projekts sind mit 350.000 bis 380.000 Euro angesetzt. Entscheidend für die Realisierung des Projektes der Pfarrei und der Gemeinde Neuhütten-Muhl ist der vom Bistum Trier zugesagte Zuschuss in Höhe von 112.000 Euro. Für Teilvorhaben stehen zudem bis zu 75 Prozent Zuschuss aus dem Leader-Programm der Europäischen Union in Aussicht. Land und Kreis werden sich voraussichtlich ebenfalls beteiligen. Derzeit werden detaillierte Pläne erstellt, um Förderanträge auf den Weg zu bringen. Ende des Jahres soll der Start des Bistumsprojektes „KiNa Muhl“ groß gefeiert werden: am Freitag 2. Dezember.

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