Gute Noten für die Konjunktur in der Region Trier

0

Bildquelle: pixabay

TRIER. Die Unternehmen in der Region Trier sind mit ihren Geschäften überwiegend zufrieden, meldet die Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier unter Berufung auf ihre aktuelle Konjunkturumfrage. An der Befragung haben sich 170 Unternehmen mit mehr als 15 000 Beschäftigten beteiligt.

39 Prozent der Befragten berichten von guten, 51 Prozent von befriedigenden und zehn Prozent von schlechten Geschäften. Dabei zeigen sich alle drei großen Branchen, also Industrie, Dienstleistungssektor und Handel, mit der aktuellen Geschäftslage überwiegend zufrieden. Gegenüber dem Jahresbeginn, als 41 Prozent von guten und acht Prozent von schlechten Geschäften berichteten, hat sich die Lagebeurteilung jedoch leicht eingetrübt.

Ähnliches gilt für die mittelfristigen Geschäftserwartungen. Für die kommenden zwölf Monate rechnen 20 Prozent der Unternehmen mit besseren, 66 Prozent mit gleich bleibenden und 14 Prozent mit schlechteren Geschäften. Vor vier Monaten hatten 26 Prozent Optimisten 14 Prozent Pessimisten gegenüber gestanden.

Der IHK-Konjunkturklima-Indikator, in den die Untenehmenseinschätzungen zu Geschäftslage und Konjunkturerwartungen eingehen, ist gegenüber dem Jahresbeginn um fünf Punkte auf aktuell 117 Zähler gefallen. Werte über 100 signalisieren ein grundsätzlich positives Konjunkturklima.

„Es ist davon auszugehen, dass sich der aktuelle Konjunkturaufschwung im weiteren Jahresverlauf in moderatem Tempo fortsetzen wird. Im Industrie- und Dienstleistungssektor sind die Geschäftserwartungen nach oben gerichtet. Der Einzelhandel ist zwar leicht pessimistisch gestimmt, berichtet aber immerhin von einer guten aktuellen Wirtschaftslage“, sagt IHK-Volkswirt Matthias Schmitt.

37 Prozent der Betriebe haben in den vergangenen zwölf Monaten ihre Umsätze gesteigert, 23 Prozent mussten Umsatzrückgänge hinnehmen. Weitere Hinweise auf eine Fortsetzung des Konjunkturaufschwungs geben nach Informationen der IHK die Investitions- und Beschäftigungsplanungen der Unternehmen, die beide mit einem deutlichen Pluszeichen versehen sind. 28 Prozent der Betriebe wollen in den kommenden zwölf Monaten mehr investieren – und nur 15 Prozent weniger. Ein Drittel der Befragten will seine Produktionskapazitäten ausweiten: vier Prozentpunkte mehr als im Januar.

Parallel zu den Investitionsabsichten bewegen sich die Personalplanungen. 23 Prozent der Betriebe haben vor, zusätzliche Mitarbeiter einzustellen, 66 Prozent wollen ihren Personalbestand konstant halten und lediglich elf Prozent befürchten, Mitarbeiter entlassen zu müssen. Damit fallen sowohl die Investitions- als auch die Beschäftigungserwartungen etwas expansiver aus als noch zu Jahresbeginn.

„Ob sich alle Einstellungspläne verwirklichen lassen, steht aber auf einem anderen Blatt, denn 53 Prozent der Unternehmen sehen den Fachkräftemangel mittlerweile als Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung ihres Betriebs an. Deshalb engagieren wir uns so nachhaltig für die Fachkräftesicherung, die duale Ausbildung und Integration von Flüchtlingen in Beschäftigung“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Jan Glockauer.

Die Industriebetriebe berichten von einer überdurchschnittlich guten Auslastung ihrer Produktionskapazitäten und steigenden Auftragseingängen sowohl aus dem In- als auch aus dem Ausland in den vergangenen drei Monaten. Rund ein Drittel der Betriebe erwartet, in den kommenden zwölf Monaten mehr zu exportieren, während weniger als jeder Zehnte Ausfuhr-Rückgänge befürchtet.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.