ZWEIBRÜCKEN – Es gibt neue Nachweise für Fischotter in Rheinland-Pfalz: Mit Unterstützung von Artenspürhunden seien in diesem Monat mehrere Belege für Otter in der Südwestpfalz gelungen, sagte Sarah Rossi vom Projekt «Otterland» der Stiftung Natur und Umwelt (SNU) Rheinland-Pfalz.
Diese seien am Hornbach und am Schwarzbach gefunden worden.
Generell habe bei der Ottersuche die Grenzregion von Saarland, Rheinland-Pfalz und Frankreich im Fokus gestanden. Die Region sei besonders spannend, da es im Saarland seit wenigen Jahren wieder viele Otternachweise gebe. «Und die Bäche sind typische Wanderkorridore», sagte Rossi.
Zuvor Nachweise im Westerwald
Bei der Suche wurde geschaut nach Kothaufen, im Fachjargon Losung genannt, nach Fußspuren, sogenannte Trittsiegel, oder nach Spraint, einer Art schwarzem Gelee, das Otter absondern. «Und jetzt geht es darum, das auszuweiten und gegebenenfalls eine Fotofalle aufzustellen an den entsprechenden Orten und das eben weiter zu beobachten», sagte sie.
Zuvor hatte es im Rahmen des Projekts «Otterland» bereits zwei Nachweise von Ottern im Westerwald gegeben. Diese seien aber schon älter gewesen. Später sei dann in der Pfalz mit Kartierhelfern ein Beleg gefunden worden, sodass man nun mit den Hunden unterwegs war. «Und da haben wir zumindest einen relativ frischen Nachweis gefunden.» Die Suche solle auch auf andere Gebiete ausgedehnt werden.
Otternachweise würden für gute Gewässerqualitäten sprechen. Man freue sich über die langsame Rückkehr des Otters nach Rheinland-Pfalz, sagte Rossi. Zuletzt sei von 2016 bis 2018 ein Otter in der Nähe von Bad Kreuznach nachgewiesen worden. Davor seien die Tiere zuletzt Anfang der 1990er aufgetaucht. Das Otterprojekt der SNU läuft seit Anfang 2024.
















