Rätselhafte Knochenvitrine: Staatsanwaltschaft nennt Ergebnis der Ermittlungen

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Foto: Polizeipräsidium Rheinpfalz/dpa

LUDWIGSHAFEN. Nach dem mysteriösen Fund einer nachts in Speyer abgestellten Vitrine mit menschlichen Überresten hat die Staatsanwaltschaft das Todesermittlungsverfahren eingestellt. Es hätten sich keine Anhaltspunkte für eine Straftat ergeben, teilte die Anklagebehörde in Frankenthal der Deutschen Presse-Agentur mit.

Der Fund des Glaskastens hatte überregional Fragen zur Herkunft der menschlichen Überreste ausgelöst. Die Vitrine war in der Nacht auf den 4. Oktober 2025 von Unbekannten vor der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz in Speyer hinterlassen worden. Die Knochen, Kleidungsreste und Weiteres können Experten zufolge mindestens 1.000 Jahre alt sein.

Zwischen Archäologie und Kriminalität

Nach dem Fund hatte sich der Polizei zufolge ein Mann gemeldet und mitgeteilt, dass seine mittlerweile gestorbene Mutter die Objekte vor Jahrzehnten in Südamerika gefunden und nach Deutschland gebracht habe. «Bei einer Entrümpelungsaktion habe man sich nun entschieden, die Gegenstände nicht zu entsorgen und die Vitrine deshalb vor dem Archäologischen Schaufenster abgestellt», hatte das Polizeipräsidium Rheinpfalz in Ludwigshafen mitgeteilt.

In der zweitgrößten Stadt des Landes war der Fund bisher gelagert worden. Nun teilte die Staatsanwaltschaft mit, Knochen und Vitrine seien als Beweismittel nicht erforderlich und vom Staatsanwalt freigegeben worden. «Dieser hat gegenüber der Polizei angeregt, sich im Hinblick auf den kulturhistorischen Wert der Gegenstände mit der Landesarchäologie in Verbindung zu setzen und den weiteren Verbleib mit dieser zu klären.» (Quelle: dpa)

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