Luxemburgs Außenminister Xavier Bettel hat sich deutlich gegen amerikanische Bestrebungen ausgesprochen, Grönland unter US-Kontrolle zu bringen. Angesichts jüngster Drohungen aus Washington fordert Bettel eine geschlossene europäische Antwort, wie das Magazin „L’essentiel“ berichtet.
Luxemburg stellt sich klar gegen US-Pläne
Die luxemburgische Regierung weist Überlegungen der USA, Grönland zu erwerben, entschieden zurück. „Die Zukunft Grönlands wird von Grönland und Dänemark entschieden – und von niemandem sonst“, erklärte Außenminister Bettel. Anlass sind jüngste Aussagen von US-Präsident Donald Trump, der erneut Interesse an dem arktischen Gebiet bekundet und mit wirtschaftlichen Konsequenzen gedroht hatte.
Trump hatte am Wochenende angekündigt, die Zölle für mehrere europäische Staaten anzuheben, sollten sie sich seinen Vorstellungen widersetzen. Grönland gehört staatsrechtlich zu Dänemark und genießt weitgehende Autonomie.
„Grönland steht nicht zum Verkauf“
Bettel betonte, dass es sich bei dem Streit um grundlegende Fragen der Souveränität und territorialen Integrität handele. „Grönland steht nicht zum Verkauf“, stellte er klar. Drohungen gegenüber Partnern und Verbündeten seien inakzeptabel und schadeten den transatlantischen Beziehungen.
„Wir sind Partner und Verbündete. Verbündete zu bedrohen, schwächt das Vertrauen“, sagte der luxemburgische Außenminister und kritisierte den politischen Druck aus Washington deutlich.
Appell an Europa: Einheit zeigen
Als Vertreter eines kleinen Landes mahnte Bettel besonders eindringlich: „Es ist nicht akzeptabel, dass große Staaten darüber entscheiden wollen, was für andere gut ist.“ Europa müsse in dieser Frage geschlossen auftreten.
Er forderte mehr Solidarität innerhalb der Europäische Union: „Wir brauchen Einheit und Zusammenhalt – etwas, das zuletzt nicht immer selbstverständlich war.“ Europa werde reagieren müssen, betonte Bettel. „Nichts zu tun ist keine Option.“
Hintergrund
Grönland ist aufgrund seiner strategischen Lage und möglicher Rohstoffvorkommen seit Jahren von geopolitischem Interesse. Bereits während Trumps erster Amtszeit hatte der damalige US-Präsident öffentlich über einen Kauf der Insel nachgedacht – ein Vorstoß, der international auf breite Ablehnung gestoßen war.
(Quelle: L’essentiel)















Wünschenswert wäre es wenn Europa mit einer Stimme sprechen würde.
Das sind allerdings Träume aus der Vergangenheit, als Präsidenten Politik machten und nicht als Dealer fungierten.
Quo vadis Menschheit?