KOBLENZ – Eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) zeigt laut einer Mitteilung der Freien Wähler Rheinland-Pfalz ein alarmierendes Bild: Die Mehrheit der Schulleiterinnen und Schulleiter in Rheinland-Pfalz halten ihre Leitungszeit für unzureichend, und die Landespolitik erhält die Schulnote „mangelhaft“ (4,7).
Die FREIEN WÄHLER Rheinland-Pfalz üben deshalb in einer Pressererklärung scharfe Kritik an Bildungsminister Sven Teuber (SPD). Christian Zöpfchen, Landesvorsitzender der FREIEN WÄHLER, erklärt: „Wenn die Mehrheit der Schulleiterinnen und Schulleiter sagen, dass sie ihre Schulen kaum noch ordentlich führen können, dann haben wir einen bildungspolitischen Notstand.
Gleichzeitig von 99 Prozent Lehrkräfteversorgung zu sprechen, ist reine Realitätsverweigerung.“ Die FREIEN WÄHLER verweisen darauf, dass die angebliche Vollversorgung durch Aushilfen, Seiteneinsteiger und strukturelle Lücken schöngerechnet werde. Die Belastung der Schulleitungen steige seit Jahren – ohne wirksame Antwort des Ministeriums. Zöpfchen erinnert zudem an die dramatischen Zustände an der Karolina-Burger-Realschule plus in Ludwigshafen: „In Ludwigshafen rufen Lehrer zur Hilfe, weil sie Angst vor Gewalt im Schulalltag haben, während ADD und Ministerium nur drum herumreden.
Wer solche Hilferufe seit Jahren ignoriert und mit geschönten Statistiken Bildungspolitik betreiben möchte, der ist wahrlich fehl am Platze, und muss sich über miserable Noten in Umfragen nicht wundern“ Die FREIEN WÄHLER fordern ein Sofortprogramm zur Stärkung der Schulleitungen, orientiert am eigenen Wahlprogramm: mehr Leitungszeit, deutlicher Bürokratieabbau, gezielte Unterstützung von Brennpunktschulen sowie eine ehrliche Personaloffensive statt kurzfristiger Notlösungen.















