Tagesarchiv16. Juni 2017

Bildquelle: radbag.de

RLP.(dpa) Einhörner werden nach Ansicht mehrerer Branchenexperten nicht mehr lange auf alle möglichen Produkte gedruckt. „Das wird derzeit ausgeschlachtet – damit ist der Trend sicher bald zu Ende“, sagte der Werbepsychologe Joost van Treeck von der Hochschule Fresenius. „Wenn etwas nicht mehr frisch, unverbraucht, informell ist, dann wird es langweilig.“

Die Firma Metsä Tissue im rheinland-pfälzischen Raubach, die zum Beispiel zuletzt Klopapier und Servietten mit Einhörnern produzierte, stellt einen Rückgang der Anfragen fest. Der Hype flaue ab, sagte Geschäftsführer Christoph Zeiler. Bei Katjes heißt es indes, die „Einhorn-Manie“ dauere noch an. Aber beim Schokoladenhersteller Ritter Sport, der den Trend mit seiner Einhorn-Variante in Deutschland losgetreten haben dürfte, glaubt man das eher nicht. „Mittlerweile sind die Einhörner inflationär zu finden. Da muss die Nachfrage nachlassen“, sagte Sprecher Thomas Seeger.

Rudi Cerne im Studio von «Aktenzeichen XY»

Bildquelle: Matthias Balk/dpa Archiv

TRIER. Viele Hinweise im Fall Beatrix Hemmerle nach Studiofahndung in „Aktenzeichen XY…ungelöst“

35 Hinweise nach Presse- und Fernsehfahndung bescheren der Trierer Kriminalpolizei neue Ermittlungsansätze – Spuren werden nun systematisch abgearbeitet.

Nachdem der 28 Jahre alte Mordfall „Beatrix Hemmerle“ am Mittwochabend in der Sendung „Aktenzeichen XY…ungelöst“ veröffentlicht wurde, erhielten die Ermittler der Kriminaldirektion Trier insgesamt 35 Hinweise. Alleine aufgrund der Fernsehfahndung meldeten sich 28 Anrufer im Studio oder unmittelbar bei der Trierer Polizei.

Gemeinsam mit dem zuständigen Dezernenten der Staatsanwaltschaft Trier, Staatsanwalt Dr. Eric Samel, war Kriminalhauptkommissar Wolfgang Schu als zuständiger Ermittler in der Sendung und präsentierte die bisherigen Ermittlungsergebnisse. „Es gab viele Hinweise nach der Ausstrahlung der Sendung, teilweise Altbekanntes, teilweise konnten wir die Dinge schnell abklären. Einige Hinweise jedoch bedürfen intensiverer Ermittlungen und Untersuchungen. Die Ermittlungen werden uns noch eine Zeitlang beschäftigen“, so Schu nach einer ersten Auswertung der Anrufe.

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