MonatsarchivFebruar 2017

Symbolbild "Polizeiabsperrung"

Bildquelle: Polizei rlp

NUßBAUM. Am vergangenen Samstag, 25. Februar, hat ein Müllsammler in einem Waldstück im Landkreis Kusel die Leiche eines Mannes entdeckt. Wie der SWR nun mitteilt, handelte es sich dabei um die Leiche eines seit Ende Januar vermissten Mountainbiker aus Rockenhausen.

Der 52-Jährige war zuletzt am 27. Januar mit einem Mountainbike in Rockenhausen gesehen worden. Danach verliert sich seine Spur. Trotz großer Suchaktionen, unter anderem mit Hunden und Hubschraubern, gab es keinerlei Hinweise.

Wie der Mann genau zu Tode gekommen ist, derzeit noch unklar. Eine Obduktion am Mittwoch soll genauere Erkenntnisse liefern. Der Fundort liegt nur wenige Kilometer von seinem Wohnort entfernt.

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Einstimmung. OB Wolfram Leibe, Staatssekretär Salvatore Barbaro, Rainer Auts, Geschäftsführer der Ausstellungsgesellschaft (v. l.), und viele weitere Kooperationspartner stehen für ein vielfältiges Karl-Marx-Jahr 2018 in Trier.

Bildquelle: Rathaus-Zeitung

TRIER. Die große Trierer Ausstellung zum 200. Geburtstag von Karl Marx 2018 will der breiten Öffentlichkeit ein neues Bild des weltberühmten Denkers und Revolutionärs vermitteln. Dieser Leitgedanke ist auch durchaus wörtlich zu verstehen: So wird das Stadtmuseum eine bisher unbekannte Zeichnung präsentieren, die als das früheste erhaltene Marx-Porträt überhaupt gilt.

Das bekannteste Foto von Karl Marx zeigt ihn als älteren Mann mit wallendem weißem Bart und Haupthaar und wurde zur Ikone. Doch wie sah Marx in seiner Jugend aus? Hierfür gab es bisher kaum Zeugnisse. So ist es als kleine Sensation zu werten, dass das Stadtmuseum ab Mai 2018 in der Ausstellung „Karl Marx 1818-1883 – Leben, Werk, Zeit“ eine Bleistiftzeichnung präsentieren wird, die den Studenten Marx im Jahr 1835 oder 1836 zeigt. Angefertigt hat sie Heinrich Rosbach aus Trier, ein Kommilitone von Marx an der Universität Bonn. Seither befand sich das Werk in Familienbesitz und fand 2016 als Schenkung den Weg ins Museum.

Lebenswelt des 19. Jahrhunderts

Das neu entdeckte Porträt ist eines von mehreren hundert Exponaten, die im kommenden Jahr im Rheinischen Landesmuseum und im Stadtmuseum auf rund 1600 Quadratmeter Ausstellungsfläche präsentiert werden: neben Gemälden und Grafiken auch Maschinenteile, Fahnen, Dokumente und Skulpturen, die einen Zugang zur Lebens- und Arbeitswelt des 19. Jahrhunderts vermitteln. Für viele wichtige Leihgaben gibt es bereits Zusagen von renommierten Museen in ganz Europa.

Ein Ziel der Ausstellung ist, Karl Marx und seine Lehre aus zeitgenössischer Perspektive zu präsentieren und ihn von dem ideologischen Ballast zu befreien, der ihm im 20. Jahrhundert von seinen Anhängern und Feinden aufgebürdet wurde. „Wir wollen Marx weder verherrlichen noch verstecken, sondern ihn als Mensch und Philosoph neu durchleuchten“, betont OB Wolfram Leibe. „Vielleicht gelingt es uns, seine ursprünglichen Gedanken ohne die späteren Verfälschungen wieder freizulegen“, ergänzt die wissenschaftliche Leiterin der Ausstellung, Professor Beatrix Bouvier.

Um diese auf den ersten Blick sperrigen Themen publikumswirksam zu präsentieren, setzen die Organisatoren auf eine spannende und erlebnisreiche Ausstellungsarchitektur. Für die Gestaltung der Teilausstellung mit dem Schwerpunkt „Leben, Werk, Zeit – Karl Marx und sein Jahrhundert“ im Landesmuseum konnte das Büro Szenographie Valentine Koppenhöfer aus Weimar gewonnen werden.

Gemeinschaftsereignis

Im Stadtmuseum mit dem Schwerpunkt „Stationen eines Lebens“ kommt die Arbeitsgemeinschaft Bach Dolder Architekten und Katz-Kaiser aus Darmstadt zum Zug, die bereits für das Städelmuseum in Frankfurt und das Jüdische Museum in Berlin gearbeitet hat. Ob die Marx-Schau ein ähnlicher Publikumsmagnet wird wie die Ausstellungen zu Nero und Konstantin, bleibt dennoch abzuwarten. „Wenn wir die Marke von 200.000 Besuchern knacken, wäre das ein Riesenerfolg“, erklärt Professor Salvatore Barbaro, Staatssekretär im Kulturministerium und Aufsichtsratsvorsitzender der Ausstellungsgesellschaft. Wichtiger ist für Barbaro jedoch ein anderer Maßstab: „Das Karl-Marx-Jahr soll zu einem regionalen Gemeinschaftsereignis werden und den Bürgern viele Identifikationsmöglichkeiten bieten.“ Dabei spielt das umfangreiche Rahmenprogramm eine wichtige Rolle.

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Vor dem Rathaus demonstrieren die Mitglieder der Eurener Bürgerinitiative gegen das potenzielle Wohnbaugebiet Langenberg in ihrer Nachbarschaft.

Bildquelle: Rathaus-Zeitung

TRIER. Noch keine klare Mehrheit Es bleibt spannend in Sachen Flächennutzungsplan: Bei der Grundsatzentscheidung zwischen den Wohnbauflächen Brubacher Hof und Langenberg zeichnet sich nach der Beratung im Baudezernatsausschuss noch keine klare Mehrheit ab. Die vom Stadtvorstand eingebrachte Beschlussvorlage pro Brubacher Hof war auf Antrag der CDU ohne Abstimmung „durchgelaufen“. Am 8. März steht sie im Stadtrat erneut auf der Tagesordnung.

Vor der Ausschusssitzung demonstrierten über 100 Eurener Bürgerinnen und Bürger gegen das an ihren Stadtteil angrenzende Potenzialgebiet Langenberg. Die Teilnehmer befürchten vor allem eine erhebliche Zunahme des Verkehrs in ihrem Stadtteil. Innerhalb von wenigen Tagen sammelte die Bürgerinitiative 500 Unterschriften gegen die Ausweisung des Gebiets im Flächennutzungsplan.

Debatte im Ausschuss

Es war wenig verwunderlich, dass die CDU im Ausschuss den Antrag stellte, die Beschlussvorlage „durchlaufen“ zu lassen, denn in der größten Ratsfraktion ist die Meinungsbildung noch nicht abgeschlossen. Matthias Melchisedech argumentierte gegen das Gebiet Langenberg: Vor allem die Nähe zum großen Industriegebiet Euren, die ungeklärte Zukunft des ansässigen Baumpflanzbetriebs und die sehr kleinteiligen Eigentumsverhältnisse sprächen gegen die Entwicklung des Areals zu einem Wohngebiet. „Das kriegen wir frühestens in 12 bis 15 Jahren gelöst.“

Jutta Albrecht vertrat die Gegenposition: Das Gebiet Brubacher Hof könne zwar relativ schnell verwirklicht werden, „die langfristigen negativen Auswirkungen sind jedoch schwerwiegender“. Insbesondere eine für die Anwohner verträgliche Lösung der Verkehrsanbindung sei bisher nicht in Sicht.

Rainer Lehnart (SPD) appellierte angesichts der sich schon sehr lange hinziehenden Beratungen zum Flächennutzungsplan an seine Kollegen, jetzt „Verantwortung zu übernehmen und Handlungsfähigkeit zu behalten“. Trotz einzelner Kritikpunkte, die noch zu klären seien, befürworte die SPD den Verwaltungsvorschlag für das Gebiet Brubacher Hof.

Aus Sicht von Ole Seidel (B‘90/Grüne) widerspricht das Gebiet Brubacher Hof dem Mobilitätskonzept und dem Ziel, den innerstädtischen Autoverkehr zu verringern: „Niemand wird vom Brubacher Hof zu Fuß in die Stadt gehen und nur sehr wenige werden angesichts der Steigung das Fahrrad benutzen.“ Der Langenberg liege dagegen für Luxemburg-Pendler verkehrstechnisch sehr günstig.

Christiane Probst (UBT) warnte davor, den Fehler der bisher unzureichenden Verkehrsanbindung des Petrisbergs nun am Brubacher Hof zu wiederholen. Eine Entlastung für die vom erhöhten Pendelverkehr betroffenen Anwohner in Heiligkreuz liege „in weiter Ferne“.

Für Tobias Schneider (FDP) sprechen vor allem zeitliche und ökonomische Gründe für das Gebiet Brubacher Hof. „Wir sollten die Stadtkasse nicht mehr belasten als notwendig“, sagte er mit Blick auf die aufwendige Erschließung des Gebiets Langenberg mit seinen mehr als 1100 Grundstückseigentümern.

Vorum in drei Ortsbeiräten

Während der Bauausschuss vorerst nur Argumente austauschte, haben drei betroffene Ortsbeiräte bereits abgestimmt. In Euren wurde ein Antrag verabschiedet, der eine Anbindung des Langenbergs mittels einer Eisenbahnunterführung an der Gottbillstraße vorsieht. Die vom Rathaus favorisierte Brückenlösung wird damit abgelehnt. „Bevor es zu einer Baulandentwicklung kommt, muss die Verkehrsanbindung stehen, sonst fließt der ganze Verkehr während der Bauarbeiten durch Euren“, betonte Ortsvorsteher Hans-Alwin Schmitz im Gespräch mit der Rathaus Zeitung. In Zewen gab es nach Darstellung von Ortsvorsteher Christoph Schnorpfeil einen einstimmigen Beschluss für das Gebiet Langenberg, wobei ebenfalls eine Anbindung über die Gottbillstraße gefordert wird.

Der Ortsbeirat Heiligkreuz hat sich derweil einstimmig gegen die Ausweisung des Baugebiets Brubacher Hof ausgesprochen. Der Stadtteil wäre am stärksten von der Zunahme des Verkehrs betroffen, wenn am Brubacher Hof Wohnraum für 2000 bis 2500 Menschen geschaffen wird. Der Ortsbeirat Mariahof befasst sich in seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 7. März, mit dem Thema. Das Treffen beginnt um 19.30 Uhr im Pfarrheim St. Michael.

Symbolfoto

Bildquelle: Gerd Altmann/pixelio.de

TRIER. Bereits am frühen Sonntagmorgen, 19. Februar, schlug ein Unbekannter gegen 5 Uhr einen 31-jährigen Trierer in der Zeughausstraße, Ecke Kloschinskystraße in Trier. Aufgrund eines Krankenhausaufenthaltes erstattete der Geschädigte die Anzeige erst einige Tage später bei der Polizei, die Zeugen sucht.

Bisherigen Erkenntnissen zufolge befand sich der 31-Jährige auf dem Nachhauseweg, als ihm in der Zeughausstraße ein unbekannter Mann entgegenkam. Er soll unvermittelt ausgeholt und den Geschädigten ins Gesicht geschlagen haben. Aufgewacht sei er erst im Krankenhaus. Aufgrund der Angaben der Ärzte dürfte der 31-Jährige eine längere Zeit bewusstlos auf der Straße gelegen haben. Vom Täter ist lediglich bekannt, dass er dunkel gekleidet war.

Die Polizei sucht darum Zeugen? Hinweise werden erbeten an die Polizeiinspektion in Trier – Telefon: 0651/9779-3161 bzw. -3200.

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