Malu Dreyer: Integration beginnt am ersten Tag

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Ministerpräsidentin Malu Dreyer

Bildquelle: Wikipedia

MAINZ. „Integration gelingt besser, je früher sie beginnt und je mehr Beteiligte daran mitwirken. Mit dem umfassenden Integrationskonzept der Landesregierung, das wir mit den Kammern, den Gewerkschaften, der Wirtschaft und der Bundesagentur für Arbeit vereinbart haben, gehen wir diesen Weg“, betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei der Konferenz „Perspektiven für Flüchtlinge in der Region Trier“: „Möglichst vom ersten Tag an.“ Die Handwerkskammer Trier, die Industrie- und Handelskammer Trier, die Initiative Region Trier e.V., die Lernende Region Trier e.V. und die Arbeitsagentur hatten zu dem Treffen eingeladen, um über Integrationsmöglichkeiten von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt zu diskutieren.

„Viele Menschen, die jetzt als Flüchtlinge zu uns kommen, werden in ihre Heimat zurückgehen, viele aber auch als neue Bürgerinnen und Bürger bleiben. Diese Menschen in Gesellschaft, Ausbildung und Arbeit zu integrieren, kann nur im Netzwerk schnell und dauerhaft gelingen“, so die Ministerpräsidentin. Die Landesregierung hat unter anderem in Zusammenarbeit mit den Kammern zahlreiche Programme entwickelt, um die Integration zu erleichtern. Mit Deutschkursen, Berufsorientierung und einer zügigen Kompetenzfeststellung soll Asylsuchenden möglichst schnell zu Praktika, Einstiegsqualifizierung und Ausbildungsplätzen verholfen werden.

„Sprache ist unser Schlüssel zur Integration“, so die Ministerpräsidentin. Die Sprachförderung beginne daher bereits in der Erstaufnahme, zudem gebe es zahlreiche Sprach- und Orientierungskurse. Nach dem Erwerb der Sprache sei die rasche Vermittlung in Ausbildung und Arbeit der nächste Schritt. Die beruflichen Kompetenzen werden bereits in den Erstaufnahmeeinrichtungen erfasst. In Koblenz wurde das erste Lotsenhaus eröffnet, das Flüchtlingen mit hoher Bleibewahrscheinlichkeit eine zentrale Anlaufstelle bietet. Ab Januar wird zudem in jedem Landkreis ein Beschäftigungspilot eingesetzt. Er informiert die Flüchtlinge vor Ort über den deutschen Arbeitsmarkt. „Dadurch können wir die einmalige Chance nutzen, motivierte und lernbereite junge Menschen als Fachkräfte der Zukunft zu gewinnen“, so die Ministerpräsidentin.

Auch der mit den Partnern des Ovalen Tischs beschlossene umfangreiche Aktionsplan leiste einen entscheidenden Beitrag zur Integration von Flüchtlingen in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. „Die Kammern werben bei ihren Mitgliedsbetrieben für Praktika, Ausbildungs- und Arbeitsplätze“, sagte die Ministerpräsidentin. Darüber hinaus hat die Landesregierung mit den Kammern und der Bundesagentur für Arbeit eine Chancengarantie auf Ausbildung für junge Flüchtlinge vereinbart.

„Die Kammern sind unser verlässlicher Partner bei der Integration in Ausbildung und Arbeit“, betonte die Ministerpräsidentin. So sind bei den Industrie- und Handelskammern die Welcome Center angesiedelt, die als Anlaufstelle bei Fragen beispielsweise zur Anerkennung von Berufsabschlüssen dienen. Die Flüchtlingsnetzwerker der Handwerkskammern und der Bundesagentur für Arbeit nehmen eine Mittlertätigkeit zwischen Unternehmen und Asylsuchenden wahr. „Für die sehr gute Zusammenarbeit danke ich Ihnen sehr herzlich“, so Dreyer.

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