KiTa!Plus – aktiv und gesund in der Region Trier

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v.l.n.r.: Stefan Henn/ISE –Instiut für Sportstättenentwicklung; Norbert Storz/Sportakademie; Angelika Birk/Bürgermeisterin Trier; Annette Ritter/ BBS EHS Trier; Daniela Fuchs/Bewegungskita RLP; Johanna Homburg/Erzieherin;Elisabeth Philippi, KiTa gGmbH Trier; Rainald Kauer/DJK Trier; Marion Heinz/ Ernährungsberaterin; Ursula Elsen/AOK-Die Gesundheitskasse

TRIER. Einhundert KiTas sind bereits als sogenannte „Bewegungskita“ zertifiziert. Dieses Gütesiegel wird KiTas verliehen, die sowohl durch die Qualifizierung der Mitarbeitenden als auch durch eine bewegungsfreundliche Ausstattung der KiTa einen aktiven Beitrag zur frühpädagogischen Bewegungserziehung leisten.

Um Kindern einen ganzheitlichen bewegungs- und gesundheitsbetonten KiTa-Alltag zu ermöglichen, benötigen die Erzieherinnen und Erzieher Unterstützung durch praxisorientierte Fort- und Weiterbildungsangebote sowie aktive Unterstützung bei Bewegungs- und Gesundheitsangeboten mit den Kindern vor Ort. Diesen Herausforderungen hat sich die Europäische Akademie des rheinland-pfälzischen Sports in Trier angenommen. Mit ihrem Modellprojekt „KiTa!Plus – aktiv und gesund in der Region Trier“ bietet sie ab sofort Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen Bewegung, Ernährung, Entspannung für ErzieherInnen an. Darüber hinaus begleitet die Europäische Sportakademie durch qualifiziertes Fachpersonal aktive Bewegungs- und Gesundheitsangebote in den KiTas vor Ort.

Zur Auftaktveranstaltung am 9. Dezember in der Europäischen Sportakademie kamen Erzieherinnen und Erzieher sowie Expertinnen und Experten aus Sport, Gesundheit und Ernährung zusammen. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch die Bürgermeisterin der Stadt Trier, Angelika Birk. Sie begleitet das Projekt von Beginn an und unterstützt die Maßnahmen gemeinsam mit dem Jugendamt der Stadt Trier. Nach einem Impulsvortrag von Norbert Storz, dem ehemaligen Leiter der staatlichen Sportlehrerausbildung und Vater des Modellprojekts, stand in einer engagierten Diskussion neben den konkreten Angeboten des Modellprojekts vor allem Fragen nach der praktischen Umsetzung in den KiTas im Vordergrund. Personalnot und die räumliche Ausstattung gilt es dabei durch externe Unterstützung zu kompensieren.

Daniela Fuchs (Bewegungskita Rheinland-Pfalz e.V.) informierte über die Kriterien zur Zertifizierung zur Bewegungskita und unterstrich dabei die Bedeutung regelmäßiger Schulungen der Mitarbeitenden. Dass diese Fort- und Weiterbildungen nicht selten mit hohem zeitlichen Aufwand und weiten Anfahrten verbunden sind, merkte Elisabeth Philippi (KiTa gGmbH Trier) an.

Das Modellprojekt, so Stefan Henn (Institut für Sportstättenentwicklung an der Europäischen Sportakademie), biete hier durch ein dezentrales Angebot Möglichkeiten, weitere Erzieherinnen und Erzieher für Bewegungs- und Gesundheitsangebote zu sensibilisieren. Gemeinsam mit den Partnern landesweiter Netzwerke wolle man das Projekt weiter voranbringen und so praxisnahe und qualifizierte Angebote für die KiTas schaffen. Ergänzt wurde die Diskussion durch Beiträge der Ernährungsberaterin Marion Heinz zu Ernährung und Entspannung in KiTas. Auch hier werden die Akteure im Rahmen des Modellprojekts zusammenarbeiten. Klaus Klaeren, Geschäftsführer der Europäischen Sportakademie, blickte zum Abschluss in die Zukunft und zeigte Möglichkeiten auf, dass Projekt innerhalb der Großregion grenzüberschreitend weiterzuentwickeln.

Die ersten Maßnahmen der Europäischen Sportakademie sind bereits angelaufen. So wird eine KiTa aus der Stadt Trier mit einem angeleiteten Schwimmkurs für Kinder starten. Ebenfalls fragt die Europäische Sportakademie in den KiTas den Bedarf ab, welche Themen sie als aktive Maßnahmen oder Fort- und Weiterbildungen behandeln möchten. Auf diesen Grundlagen werden individuelle Angebote und Fortbildungen für das Jahr 2016 erarbeitet. Die Anfragen reichen dabei von Bewegungskoordination über Schwimmen bis hin zu Fortbildungen im Bereich Babymassage.

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