Auf dem Heimweg: Polizisten erkennen mutmäßliche Einbrecher in Konz

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Symbolfoto

Bildquelle: Paul Georg Meister/pixelio.de

KONZ. Eigentlich waren die beiden Polizeibeamten der Kriminaldirektion Trier am Dienstag, nach getaner Arbeit, auf dem Weg nach Hause. In der Schillerstraße in Konz fielen ihnen jedoch gegen 16.10 Uhr drei junge Männer auf. In zwei der drei Männer erkannten die Beamten zur Fahndung durch die Bundespolizei ausgeschriebene Tatverdächtige, deren Fahndungsfoto sie erst am Nachmittag auf dem Bildschirm ihres PC hatten.

Die Polizisten versetzten sich unmittelbar wieder in den Dienst, nahmen verdeckt die Observation des Trios auf und verständigten Unterstützung bei der Polizeiwache in Konz. Zwischenzeitlich verfolgten sie die Verdächtigen, die den Hauptbahnhof in Konz ansteuerten und sich zum Bahnsteig in Richtung Trier begaben. Als die Streife der Polizeiwache Konz sich dem Bahnhof näherte, beobachteten die Fahnder, wie einer der Verdächtigen seinen mitgeführten Rucksack versteckte und sich dann zu einem seiner Begleiter in ein Wartehäuschen setzte. Der Dritte flüchtete unvermittelt beim Erkennen der Streife.

Sogleich kümmerten sich die Einsatzkräfte um die beiden verbliebenen Männer. Im Rahmen der Überprüfungen stellten sie fest, dass es tatsächlich die beiden Gesuchten waren. Bei der Überprüfung des versteckten Rucksacks stellten die Beamten mehrere gebrauchte technische Geräte, Schmuck und für Einbruchszwecke geeignetes Werkzeug fest.

Aufgrund der Feststellungen und weiterer Erkenntnisse wurden der aus den Landkreis Altenkirchen stammende 19- und der im Landkreis Alzey-Worms lebende 20-Jährige vorläufig festgenommen. Der Verdacht, dass die aufgefundenen Gegenstände aus Straftaten stammen könnten, wurde durch weitergehende Überprüfungen auf der Polizeidienststelle bestätigt. So konnten die Beamten ermitteln, dass einige der Sachen aus einem Einbruch in Luxemburg stammten.

Die Tatverdächtigen wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Trier am Mittwoch dem Haftrichter am Amtsgericht Trier vorgeführt, der Haftbefehl erließ. Die jungen Männer wurden in verschiedene Strafanstalten eingeliefert.

Der geflüchtete dritte Begleiter, ein aus dem Landkreis Trier-Saarburg stammender 17-Jähriger, konnte zwischenzeitlich ebenfalls ermittelt und am 9. Dezember festgenommen werden. Auch gegen ihn stellte die Staatsanwaltschaft Antrag auf Haftbefehl, den der Ermittlungsrichter am gestrigen 10. Dezember erließ. Er wurde in eine Jugendstrafanstalt eingeliefert.

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