„Haus der Jugend“ Bitburg gewinnt rheinland-pfälzischen Preis für Engagement

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Bildquelle: Bistum Trier

BITBURG.Das Haus der Jugend in Bitburg hat in Kooperation mit der St. Martin-Schule den Brückenpreis des Landes Rheinland-Pfalz, in der Kategorie „Bürgerschaftliches Engagement von Menschen mit und ohne Behinderung“, gewonnen. Am 5. Dezember überreichte Ministerpräsidentin Malu Dreyer die Auszeichnung für das Projekt einer integrativen Musik-Arbeitsgruppe (iMAG).

Im Herbst 2014 wurde im Rahmen einer Kooperation zwischen der St. Martin-Schule Bitburg und dem Haus der Jugend Bitburg die iMAG gegründet. Ziel ist es, jungen Menschen mit und ohne Behinderung die Möglichkeit zu bieten, gemeinsam zu musizieren, singen, tanzen und als Schauspieler in andere Rollen zu schlüpfen. Das Projekt ist eingebettet in die Arbeitsgemeinschaft zur Integration Jugendlicher mit Behinderung, der BAG, im Haus der Jugend in Bitburg.

In der iMAG ist im vergangenen Jahr die Idee entstanden, das Musical „Die Tomatenmaler“ einzustudieren und aufzuführen. Über 80 junge Menschen mit und ohne Beeinträchtigung haben seit Januar 2015 in den unterschiedlichen Sparten Band, Schauspiel, Gesang und Tanz geprobt. Die Gruppe Technik kümmerte sich um die Bühnengestaltung. Jeder kann mitmachen und sich dort engagieren, wo seine besonderen Stärken liegen. Gemeinsam wurde daraus ein eigenes Musical. Die Premiere war am 27. September. Weitere Vorführungen sind vorgesehen.

Der Brückenpreis wurde zum achten Mal verliehen. Er steht unter dem Motto: „Brücken bauen, Integration stärken in Zivilgesellschaft und Kommunen in Rheinland-Pfalz“. Im Rahmen einer Feierstunde zeichnete Malu Dreyer insgesamt neun Projekte aus.

„Die Initiativen, die heute prämiert werden, leben von den Ideen, der Kreativität und dem Engagement von Menschen. Ihnen wollen wir Dank sagen und ihre Arbeit öffentlich würdigen“, sagte die Ministerpräsidentin. Der BrückenPreis stelle dabei eine Seite des Ehrenamtes in den Mittelpunkt, die ihr besonders wichtig sei. „Bürgerschaftliches Engagement stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Es verbindet Menschen und baut Brücken zwischen verschiedenen Gruppen und Lebenswelten“, sagte Dreyer. Die Preisträger wurden von einer Jury ausgewählt. Neben einer symbolischen Brücke erhalten sie 2.000 Euro.

Die weiteren Preisträger waren: Der Deutsche Kinderschutzbund Landau-Südliche Weinstraße – Das Kinder- und Jugendtelefon im Kinderhaus Blauer Elefant; das Jugendbüro der Verbandsgemeinde Ramstein-Miesenbach; der Landesverband Psychiatrie-Erfahrener Rheinland-Pfalz; die TuFA Tanz Trier und Dance Development Luxemburg; das Elektrobürgerauto der Verbandsgemeinde Birkenfeld: Bürger fahren Bürger; sowie die KoblenzerBürgerStiftung.

Der Sozialdienst Katholischer Frauen (SkF) Trier und Mainz erhielten jeweils einen mit 1.000 Euro versehenen Sonderpreis für ihre Arbeit mit Flüchtlingen. Der SkF Trier setzt sich für schwangere Frauen ein, die ihrem Heimatland geflohen sind. Ehrenamtliche Schwangerschaftsbegleiterinnen unterstützen sie bei Arztbesuchen und weiteren Vorbereitungen – und sind auf Wunsch auch bei der Geburt dabei.

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