Ehrenamts-Initiative „Ich bin dabei“ geht in die dritte Staffel

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Ministerpräsidentin Malu Dreyer mit dem Beauftragten für ehrenamtliches Engagement, Bernhard Nacke

MAINZ. „Mit der dritten Staffel unserer Ehrenamts-Initiative ‚Ich bin dabei!‘, an der wiederum sechs Kommunen seit diesem Frühjahr teilnehmen, geht das Engagement ungebremst weiter. Auch diesmal sind alle teilnehmenden Kommunen sehr erfolgreich.“ Das sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer gestern beim dritten Landestreffen, zu dem sie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der jetzt schon dritten Staffel in die Staatskanzlei eingeladen hatte. Die beteiligten Kommunen sind Bad Marienberg, Heidesheim, Montabaur, Rhein-Selz, Stadt Kirn, Stromberg. Dort engagieren sich mehr als 400 Personen in 55 Gruppen.

Vor zwei Jahren hatte die Ministerpräsidentin die Initiative mit dem von ihr berufenen Beauftragten für ehrenamtliches Engagement, Bernhard Nacke, gestartet. Es war das erklärte Ziel, vor allem ältere Menschen für das Ehrenamt zu gewinnen. „Wir dürfen feststellen, dass in allen drei Staffeln das Konzept erfolgreich durchgeführt wird. Das bestätigt uns, dass die Initiative auf ein riesiges Potential trifft, das gehoben werden will“, sagte die Ministerpräsidentin.

Sie bedankte sich bei allen 220 Gästen, bei den Senioren, den Moderationsteams und der Bürgermeisterin sowie den Bürgermeistern, dass man sich auf die neue Idee der Initiative eingelassen hat. „Wie bei den ersten beiden Landestreffen für die ersten zwei Staffeln wollen wir auch den Menschen dieser dritten Staffel beim dritten Landestreffen die Möglichkeit bieten, den Austausch über die kommunalen Grenzen hinweg landesweit zu gestalten“, so Dreyer.

Alle Oberbürgermeister und Bürgermeister wünschten, bei diesem neuen Weg auch zukünftig von Seiten des Landes begleitet zu werden. Das zeige eine gemeinsame Erklärung, die alle teilnehmenden Kommunen mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer am 2. September in der Staatskanzlei unterschrieben haben. „Die Kommunen wünschen sich auch weiterhin eine Vernetzung über die kommunalen Grenzen hinweg und wollen auch selber aktiv werben für die Teilnahme weiterer Kommunen an dieser Initiative“, sagte die Ministerpräsidentin und fügte hinzu, „einige Kommunen beginnen jetzt schon eine zweite Projekte-Werkstatt durchzuführen und zeigen damit, dass viele weitere Möglichkeiten für eine Belebung des kommunalen Lebens gegeben sind.“

Für das alltägliche Leben in einer Kommune böten die vielen Projekte neue Chancen der Kommunalentwicklung, ohne dass die Kommunalpolitiker Vorgaben machen müssten. „Es ist eben das Neue, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Projektgruppen, die ihren eigenen Weg suchen, ihre Ideen zu realisieren, von den jeweiligen Kommunen begleitet werden“, so die Ministerpräsidentin. „Und was wir erfreut beobachten dürfen ist, die Menschen arbeiten zusammen in Gruppen und knüpfen dadurch neue Beziehungen, die viele auch über die Projektarbeit hinaus pflegen. Das wird uns oft berichtet“.

Viele den Gemeindealltag belebende Projekte seien entstanden. In der Stadt Kirn erhalte durch den „Sulzbacher Treff“ ein ganzer Stadtteil neue Impulse für das Gemeindeleben. In Montabaur sei ein „Arbeitskreis Historischer Stammtisch“ entstanden, der das historische Wissen in der Kommune sammle, um es der Öffentlichkeit neu zugänglich zu machen. In Bad Marienberg entstehe ein „Kasperletheater“, mit dem man in die Kindergärten und Schulen gehen wolle, um womöglich auch Spielstücke im Dialekt vorzutragen. In Stromberg wolle eine Gruppe eine „Kulturinitiative“ in Gang setzen, um damit unter anderem auf Persönlichkeiten aus der eigenen Geschichte aufmerksam zu machen. In der Verbandsgemeinde Heidesheim sei schon eine Reparatur-Werkstatt erfolgreich errichtet worden und habe einen großen Zulauf. In Rhein-Selz verfolge eine Gruppe das Ziel „Barrierefreie Verbandsgemeinde“.

„Dass sich viele Gruppen wie in den Kommunen der ersten und zweiten Staffel um dieselben Themen wie Computerhilfe, Reparaturwerkstatt, Unterstützung für Senioren, Wanderungen, Bachpatenschaften und ähnliches kümmerten, sei bemerkenswert, denn viele Menschen würden damit Aufgabenstellungen aufgreifen, die für viele andere in der Kommune eine Hilfe seien“, so die Ministerpräsidentin.

Besonders beachtenswert sei, dass auch in der dritten Staffel viele Projektgruppen entstanden seien, die Hilfe für Flüchtlinge und Migranten bieten würden. „Dabei konnten wir alle diese Projektgruppen zu einem landesweiten Erfahrungsaustausch am 19. Oktober in der Staatskanzlei begrüßen, die über den Tag hinaus auch weiterhin den Austausch auf Landesebene wünschen“, so die Ministerpräsidentin.

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