Update Gladiators-Debakel: Chancenlos in Hanau

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Der jüngste Trierer, Sebastian Herrera, war noch einer der Besten bei der schwachen Vorstellung in Hanau. Foto: Helmut Thewalt

HANAU. Die Gladiators Trier den bisherigen Tiefpunkt der Saison in der ProA erreicht. Beim Drittletzten Hebeisen White Wings Hanau waren die Trierer chancenlos und unterlagen mit 58:76 (28:39). Es war die höchste Saisonniederlage und zugleich die dritte in Serie.

„Wir haben so gut wie nichts von dem umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, bilanzierte ein sichtlich enttäuschter Trainer Marco van den Berg. „Der Gegner war uns mental überlegen und brachte viel mehr Intensität ins Spiel. Am Ende haben wir auch keinen Teambasketball mehr gespielt.“

Eine ernüchternde Analyse. Sie erklärt auch den Spielverlauf. Die Gäste waren nur wenige Minuten ein gleichwertiger Gegner, führten nach kurzer Zeit mit 7:3 – es war gleichzeitig das letzte Mal. Am Ende des ersten Viertels lautete das Resultat 18:20, noch nicht beängstigend. Doch die Schere ging immer weiter auseinander. Weil die Gladiators katastrophale Wurfquoten ablieferten. „Mister Zuverlässig“ Dwayne Evans hatte am Ende der Partie nur zwei von zwölf Versuchen getroffen, Brandon Spearman 4 von 18. Und weil sie im Rebound deutlich unterlegen waren. 33:48 standen in der Statistik. Was van den Berg besonders ärgerte. Denn die Anzahl der Rebounds ist in erster Linie ein Indikator für Willen und Kampfgeist.

Und schon vor der Partie hatte van den Berg die Rebounds als einen Schlüssel zum Sieg angemahnt, oder eben zur Niederlage. Dass er im zweiten Abschnitt seinen potenziell stärksten Mann am Brett, Eric Anderson, gar nicht mehr brachte, machte er an dessen Einstellung fest. „Manchmal muss man ein Zeichen setzen. An diesem Tag konnte Eric der Mannschaft nicht helfen.“ Basta. Hanau ging mit 28:39 in die Pause, bedrohlich.“

Hanau, das die beiden letzten Heimspiele gewonnen hatte, davor aber sieglos geblieben war, bauten den Abstand im dritten Viertel immer weiter aus. Nach 29 Minuten war die Partie beim Stand von 34:58 entschieden.

Selbst die Schadensbegrenzung gelang in der Folge nicht. Zumindest wurde der Rückstand bis zur Schlusssirene nicht noch größer. Ein schwacher Trost. In der Tabelle geht der Blick jetzt zunächst einmal nach unten. Nach dieser Niederlage gewinnt das nächste Spiel gegen den Tabellenletzten Dragons Rhöndorf (Sonntag, 17.30 Uhr, Arena Trier) noch mehr an Bedeutung.

Hebeisen White Wings Hanau: Miles Jackson Cartwright (8), Jonathan Meshgna (0), Sebastian Heck (0), Till-Joscha Jönke (2), Kruize Alshaude Zah-Kee Pinkins (21), Joleik Schaffrath (2), Christian von Fintel (10), Robin Christen (18), Loucks Road (15)

Gladiators Trier: Luca Breu (2), Benedikt Breiling (1), Kevin Smit (13), Dwayne Evans (7), Alexander Engel (6), Tim Weber (2), Eric Anderson (2), Sebastian Herrera (10), Brandon Spearman (12)

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