SV Mehring gegen Schott Mainz und Torjäger Can Özer

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Abwehrchef Andreas Hesslein fällt mit Muskelbündelriss aus. Foto: SV Mehring

MEHRING. Im letzten Heimspiel der Hinrunde in der Fußball-Oberliga-Rheinland-Pfalz/Saar-Saison 2015/16 hat es der SV Mehring am Sonntag (14.30 Uhr, Auf der Lay) mit dem TSV Schott Mainz zu tun. Das Team von Trainer Frank Meeth geht als Tabellen-15. ins Rennen. Die Landeshauptstädter reisen als Fünfter an.

Dem Vorjahresaufsteiger begegnet Frank Meeth mit einigem Respekt: „Sie sehen sich zurecht als eines der Topteams der Oberliga und haben mit Can Özer einen alles überragenden Spieler in ihren Reihen.“ Der 25-jährige Angreifer hat im bisherigen Saisonverlauf bereits 13 Mal ins Schwarze getroffen und führt die Torjägerliste mit deutlichem Vorsprung an. „Er ist laufstark, macht kaum Fehler, ist schwierig zu fassen und hat einen ausgeprägten Torriecher“, charakterisiert der Mehringer Übungsleiter den Mainzer Goalgetter. Mit Klaus Huth und dem früheren MSV-Duisburg- und Mainz-05-Profi Srdjan Baljak verfügt der TSV Schott über weitere überdurchschnittliche Offensivkräfte.

„Wir tun gut daran, sie zunächst kommen zu lassen und dann zu versuchen, über schnelles Umschaltspiel zum Erfolg zu kommen“, lässt Meeth durchblicken. Genau das war ein Schwerpunkt im Training in der ablaufenden Woche. Keinen Hehl macht er auch daraus, dass im gegnerischen Strafraum selbst mehr passieren muss, als beim 0:2 in Völklingen. Hier nimmt er seinen Angreifer Marc Willems aber einmal deutlich in Schutz: „Er bewegt sich gut, muss aber einfach ganz vorne noch mehr präsent sein.“ 16 Punkte aus 15 Partien sind Meeth „für das, was wir bisher geboten haben, einfach absolut zu wenig“. Nervös werde aber keiner beim SV Mehring, unterstreicht er dennoch: „Die Mannschaft ist sehr willig. Und ich bin mir sicher, dass wir über kurz oder lang dafür auch wieder belohnt werden.“

Nach abgesessener Wechselsperre ist Fabio Fuhs nun endlich einsatzberechtigt. Nach seinem erfolgreichen Debüt am vergangenen Sonntag im Duell der zweiten Mannschaft in der A-Klasse Trier-Saarburg bei der SG Nittel (4:3) steht der 27-jährige Sommer-Neuzugang aus Salmrohr am Sonntag als Alternative zur Verfügung. Positiv zudem: Andreas Hesslein hat seine muskulären Beschwerden überwunden, ist fit, und wird nach Angaben von Trainer Meeth gegen den TSV Schott in der Startelf spielen. Noch angeschlagen ist der kürzlich verpflichtete Tom Wüstenberg (Bänderdehnung). Albutrin Aliu machte eine Grippe zu schaffen.

Schott Mainz kommt mit der Empfehlung von fünf ungeschlagenen Pflichtspielen auf die Lay: Höhepunkt der Positivserie war zweifelsohne am Mittwoch vor einer Woche der 4:2-Sieg im Viertelfinale des Südwestpokals über den klassenhöheren Regionalligisten Wormatia Worms. Zuletzt musste sich die Mannschaft von Trainer Ali Cakici aber mit einem mageren 1:1 im Stadtderby gegen zuvor immer mehr abfallende Gonsenheimer zufrieden geben. Blieb Gonsenheim also von der Demonstration der Stärke des TSV Schott weitestgehend verschont, konnte die Cakici-Elf im bisherigen Saisonverlauf auch abgesehen vom Triumph über die Wormser bereits einige Glanzpunkte setzen. So gab es unter anderem einen 8:2-Kantersieg bei der SV 07 Elversberg II, ein 5:2 über Arminia Ludwigshafen und im jüngsten Auswärtsspiel ein glattes 3:0 in Burgbrohl.

Die TSV-Fußballer sind Teil des 1953 gegründeten Sportvereins, der in 25 Abteilungen rund 4000 Mitglieder umfasst. Finanziell, personell und organisatorisch unterstützt von der Schott AG, einem der weltgrößten Produzenten von technischen Gläsern und Glasartikeln, verfügt der Klub mit dem Otto-Schott-Sportzentrum über eine großflächige und moderne Sportstätte.
Die erste Fußballmannschaft des TSV Schott spielte jahrzehntelang lediglich auf lokaler Ebene. Ende der 2000er Jahre erlebte die Abteilung einen sportlichen Aufschwung. 2008 gelang der Aufstieg in die Bezirksklasse. Nach drei Aufstiegen in Serie hatte man schließlich die Verbandsliga Südwest erreicht.

Zur Saison 2013/14 übernahm Ali Cakici von Ex-Zweitligatrainer Christian Hock den Trainerposten. Nicht zuletzt dank der Verstärkung durch einige Ex-Profis, von denen der frühere Mainz-05- und Darmstadt-98-Akteur Preston Zimmerman noch heute dabei ist, stand am Ende jener Saison der Aufstieg in die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar fest. Am Sonntag kommt es zum ersten Duell beider Teams überhaupt in der Historie. red/wir

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