«Fleisch: Nur für Zombies» – peta2-Streetteam demonstriert für Tierschutz

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Bildquelle: Eva Jakobs, peta2

TRIER. Nach der „Menschenfleisch-Aktion“ Ende September, hat das Trierer Streetteam von „peta2“, der Jugendorganisation der Tierschutzorganisation „Peta“, erneut auf sich aufmerksam gemacht.

Passend zu Halloween wandelten die Aktivisten gestern Abend als Zombies verkleidet durch die Trierer Innenstadt. Dabei zeigten sie Schilder und Plakate („Fleisch: Nur für Zombies“) und zogen einen symbolischen „Leichensack“ hinter sich her.

Auf dem Hauptmarkt sorgten die mit Kunstblut geschminkten Aktivisten im Alter von 16 bis 30 Jahren bereits ab Mittag für Aufsehen und ebenso für verstörte, wie interessierte Blicke unter den Passanten. Dem Trierer Streetteam geht es um die Botschaft: Niemand muss Tiere quälen und töten für ein paar Minuten Gaumenfreude.

„Es gibt so viele pflanzliche und damit tierleidfreie Alternativen zu Fleischprodukten“, meint Mario Burbach, Mitkoordinator des peta2-Streeteams, deren Mitglieder auch entsprechende Informationsflyer verteilten.

Immer wieder engagieren sich die Aktivisten in Trier und informieren, mit teils provokanten Aktionen, über eine tierleidfreie Ernährung, über Tierversuche, gegen Zirkus mit Tieren oder wie erst in der vorletzten Woche gegen das Tragen von Pelz.

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Mit Sprüchen wie „Pelz ist Mord“ oder „in welcher Haut steckst Du“ hatten die ehrenamtlichen Aktivisten ein Plakat mit dem Modeschöpfers Harald Glööckler gezeigt, auf dem der blutige „Rest von Ihrem Pelz“ gezeigt wurde. Nicht weniger schockierend sahen dabei zwei Nerze aus, die einst als Accessoire um den Hals getragen wurden. Mit Kunstblut beschmiert und einer Trauerkerze arrangiert, waren sie das Symbol für die oft qualvoll getöteten Pelztiere.

Die Aktivisten informierten die Passanten und zeigten vor Ort, woran man echtes Tierfell erkennt und somit vermeiden kann.

Wer oder was ist peta2?

peta2 ist die Jugendkampagne von PETA Deutschland. Mit provokanten Kampagnen, engagierten Künstlern und einem bundesweiten Netzwerk aus Streetteams steht peta2 im Zentrum der Jugendbewegung für Tierrechte. Ihr Ziel ist es, allen jungen Menschen zu zeigen, dass Tiere Rechte haben und eine vegane Lebensweise die einzig logische Konsequenz ist.

Über PETA Deutschland e.V.

PETA Deutschland e.V. wurde Ende 1993 gegründet und ist eine Schwesterorganisation von PETA USA, der mit über drei Millionen Unterstützern weltweit größten Tierrechtsorganisation.

Ziel der Organisation ist es, durch Aufdecken von Tierquälerei, Aufklärung der Öffentlichkeit und Veränderung der Lebensweise jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen.

Weitere Schwesterorganisationen arbeiten in Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden, Australien, Indien und Hongkong.

Die Organisationen wurden gegründet, um Politiker und die Öffentlichkeit über die anhaltende, weitverbreitete und nicht zu akzeptierende Tierquälerei aufzuklären sowie die Einsicht zu fördern, dass Tiere einen naturgegebenen Anspruch darauf haben, mit Respekt und Achtung behandelt zu werden. PETA handelt nach dem einfachen Prinzip, dass wir Menschen nicht das Recht haben, Tiere in irgendeiner Form auszubeuten, zu misshandeln oder zu verwerten.

2 KOMMENTARE

  1. Aus wirtschaftlicher Sicht ist Fleischkonsum ein absolut unnötiger Luxus, genau wie private KFZ auch. Beides wird zunehmend unerschwinglich – oder ungenießbar weil verdreckt. Derartige Luxusgüter sind sehr bald nur noch für Reiche (oder gar Superreiche) zugänglich. Dreckfrei ist schon heute nur für die Reichen.

    Beim Anblick solcher Aktivisten fällt mir immer der Typ auf der Klima-Demo ein, der sein 4jähriges Kind dabei hatte. So im Stile von „Ihr anderen, bitte schont ihr die Ressourcen, damit ICH alles verfi**** kann, weil meine Kinder die Rettung der Welt sein werden.“

    Nicht nur die Fleischesser verströmen CO2, sondern alle Menschen.

    • Herr oder Frau Schmutzwurst,
      Ihre Schlussfolgerung hinkt ein wenig: Ein kleines Stück „dreckfreier“ ist man bereits, wenn man den ÖPNV nutzt, fair angebaute, verarbeitete und gehandelte Produkte kauft und „promoted“ (Mundpropaganda).
      … und wenn sich diese jungen Menschen eine tierleidfreie Lebensweise leisten können (inkl. Ernährung, Kleidung etc.), dann kann das jeder!

      (btw. ist CO2 nicht der Klimakiller no. 1!)

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