Ode an die Freude: Beethoven und Schiller verschmelzen zur harmonischen Einheit

0
Schillers “Ode an die Freude” wird vom Takasaki-Chor aus der gleichnamigen japanischen Stadt Takasaki gesungen.

TRIER. Ludwig van Beethoven und Friedrich Schiller – diese Kombination aus National-Komponist und National-Dichter gibt es nur ein einziges Mal. In der berühmten 9. Sinfonie verschmelzen Beethovens Musik und Schillers Poesie zur harmonischen Einheit.

Am Freitag, 6. November, erklingt Beethovens Neunte im Theater Trier (19.30 Uhr). Es spielt das Philharmonische Orchester der Stadt Trier unter Leitung des 1. Kapellmeisters Wouter Padberg. Schillers „Ode an die Freude“ wird vom Takasaki-Chor aus der japanischen Stadt Takasaki gesungen. Die 80 Sängerinnen und Sänger des Chores weilen als Gäste der Deutsch-Japanischen Gesellschaft in Trier und werden bereits am 4. November von Oberbürgermeister Wolfram Leibe in den Viehmarktthermen empfangen.

Kaum eine andere Sinfonie der Konzert-Welt ist so bekannt wie Beethovens Neunte. Das Hauptthema des letzten Satzes wurde 1972 vom Europarat zu dessen Hymne erklärt und 1985 von der Europäischen Gemeinschaft als offizielle Europahymne angenommen – mit der Begründung, das Werk „versinnbildlicht die Werte, die alle teilen, sowie die Einheit in der Vielfalt“.

Der Takasaki-Chor ist ein Chor aus der gleichnamigen japanischen Stadt, der sich Beethovens Sinfonie verschrieben hat. Die Beethoven-Begeisterung in Japan begann 1918. Denn am 1. Juni 1918 wurde im japanischen Kriegsgefangenenlager Bando durch deutsche Kriegsgefangene erstmals in Asien Beethovens Neunte aufgeführt. Daran erinnert eine Gedenkstätte in Naruto sowie das 2006 entstandene deutsch-japanische Historiendrama Ode an die Freude.

Zu Beginn des Konzertes erklingen einige japanische Volkslieder, die von einer traditionellen japanischen Tänzerin umrahmt werden. Wouter Padberg, 1. Kapellmeister am Theater Trier, gibt nach seinem gefeierten Debüt mit Susan Oswells Tanztheater „Der Fremde“ nun seinen Einstand als Konzertdirigent mit Beethovens berühmter Sinfonie. Mit Ceri Williams und Martin Mühle werden zwei international gefragte Gesangssolisten das Solistenquartett neben den Ensemble-Mitgliedern Bernadette Flaitz und Christian Sist bereichern. Die Sopranistin Bernadette Flaitz wird, nachdem sie wegen Erkrankung im Fidelio-Projekt nicht mitwirken konnte, mit der Beethoven-Sinfonie ihren lang erwarteten Einstand am Theater Trier geben.

Karten unter www.teatrier.de und an der Theater-Kasse.

9. SINFONIE VON LUDWIG VAN BEETHOVEN

Freitag, 6. November, 19.30 Uhr, Großes Haus

9. Sinfonie d-moll op.129 von Ludwig van Beethoven mit dem Schlusschor „Ode an die Freude“ von Friedrich Schiller

Solisten Bernadette Flaitz (Sopran), Ceri Williams (Mezzosopran), Martin Muehle (Tenor), Christian Sist (Bassbariton)

The National Chorus of Beethoven’s 9th Takasaki

Männer des Opernchores des Theaters Trier

Philharmonisches Orchester Trier

Leitung Wouter Padberg

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.