Wieder ein Gegner auf Augenhöhe – Gladiators gegen Essen

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Hier spielt Sebastian Herrera einen schwierigen Pass. Foto: Helmut Thewalt

TRIER. Am fünften Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga Pro A treffen die Gladiators auf den Essener Turnerbund (Samstag, 20 UHr, Arena Trier), der inzwischen den Zusatz Wohnbau Baskets im Vereinsnamen trägt. Essen war in der vergangenen Saison auf Platz 7 ein Playoff-Team, in dieser Saison läuft es noch nicht so richtig rund. Am letzten Spieltag gelang den Westdeutschen mit dem 62:60-Heimsieg über die Chemnitz 99ers der erste Saisonsieg.

Solche Fakten sind Marginalien für Triers Headcoach Marco van den Berg, Momentaufnahmen, die nichts über die tatsächliche Qualität eines Teams aussagen. Da zählen für ihn die Erkenntnisse, die er bei der Analyse des Gegners gewonnen hat, viel mehr. „Essen hat seit acht Jahren denselben Coach. Das ist bemerkenswert. Und da es sich bei Igor Krizanovic um einen Kroaten handelt, darf jeder davon ausgehen, dass wir auf eine Mannschaft treffen, die die Grundlagen des Basketballs beherrscht und ein systemorientiertes Spiel bevorzugt. Krizanovic hat die Essener aus der Regionalliga in die ProA geführt, der Mann versteht sein Geschäft.

„Er hat eine gut ausbalancierte Mannschaft zusammengestellt“, urteilt der Trierer Trainer. Einfach war es für seinen Kollegen vor dieser Saison nicht, denn die US-Amerikaner mussten ausgetauscht werden. „Dennoch kann das Team mit jedem Verein in dieser Liga mithalten. Bester Mannschaftsteil ist sicher die Defense. Sie entwickeln immer viel Druck auf die angreifende Mannschaft.“

Im Kader der Gäste steht mit Luka Buntic ein Akteur, der Trier und die Arena bestens kennt. Zwei Jahre spielte er für die MJC und die TBB, gehörte in seiner letzten Saison an der Mosel (2013) auch dem erweiterten BBL-Kader an. Er bekommt aber relativ wenig Spielzeit. Ganz im Gegensatz zu Marco Buljevic, dem Kopf des Teams. „Bei seinen Würfen musst du ihm auf den Füßen stehen“, sagt van den Berg, „sobald er ein bisschen Platz hat, ist er kaum zu stoppen.“ Buljevic bringt Bundesliga-Erfahrung mit. Die übrigen Topspieler sind ausnahmslos Amerikaner. Tre Maurice Bowman ist mit 13,5 Punkten der beste Scorer in einer Mannschaft, die über weitaus mehr Erfahrung verfügt als die Gastgeber. Die Scorer in Brettnähe werden wirkungsvoll vom besten Rebounder, Brian Wenzel, unterstützt, der im Schnitt knapp sieben Abpraller abgreift.

Trier muss erneut einige Akteure ersetzen. Wann Simon Schmitz endlich auflaufen kann, ist noch offen, Justin Raffington wird noch wochenlang ausfallen. Auch der erhoffte erste Einsatz von Tim Weber lässt noch auf sich warten, der Arbeitsvertrag als Lehrer auf der Airbase ist immer noch nicht unterzeichnet. Ihn hatte der Coach eigentlich einkalkuliert, er war auch ins Mannschaftstraining eingebunden, darf aber nun doch noch nicht eingesetzt werden. Seinen Part wird Triers Jüngster, der 17-Jährige Sebastian Herrera einnehmen.

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