Dolphins vor Heimauftakt gegen Frankfurt – „Refugees welcome!“

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Foto: Doneck Dolphins Trier

TRIER. Nach dem erfolgreichen Saisonstart mit dem 81:61-Erfolg bei den Köln 99ers am vergangenen Wochenende geht es für die Doneck Dolphins Trier am Sonntag (13 Uhr, Arena Trier) im ersten Heimspiel der Saison in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga gegen die Mainhatten Skywheelers. Die Frankfurter sind mit einer echten Klatsche (35:87) im hessischen Derby gegen den Serienmeister aus Lahn-Dill gestartet und wollen sich in Trier rehabilitieren.

„Dass wir keine große Chance gegen Lahn-Dill haben würden, war jedem im Vorfeld klar. Wir haben eine neu formierte Mannschaft, da ist der amtierende deutsche Meister natürlich eine riesige Herausforderung. Ich persönlich muss die Partie für mich nochmal reflektieren und sacken lassen, und ich werde auch ein paar Gespräche führen“, bilanzierte der neue Spielertrainer der Frankfurter, Sebastian Spitznagel, nach dem Spiel gegen den Champions-Cup-Sieger aus Wetzlar. Spitznagel, der in seiner Spielerkarriere auch eine Saison bei den Dolphins verbracht hat, muss viele Wechsel und Rücktritte ausgleichen – noch hat sich das Team nicht endgültig gefunden. Neu im Kader der Gäste ist die Bitburgerin Marina Mohnen, eine der erfolgreichsten Rollstuhl-Basketballerinnen der Welt, die viele Jahre für die Köln 99ers aktiv war. Die Nationalspielerin ist aber nach einer Schulter-OP noch nicht einsatzbereit.

Auch wenn die Frankfurter einen Aderlass hinnehmen mussten, sieht Dirk Passiwan, der Spielertrainer der Doneck Dolphins Trier, das Aufeinandertreffen nicht als Selbstläufer: „Auch wenn die Skywheelers einige Spieler ersetzen müssen, wird es kein einfaches Spiel. Jahrelang war Frankfurt unser Angstgegner, gegen den wir uns sehr schwer getan haben. Sie haben eine junge Mannschaft mit viel Potential. Wir müssen 100 Prozent Leistung zeigen, wenn wir den ersten Heimsieg einfahren wollen. Sie hatten den wohl schwersten Auftakt gegen Lahn-Dill, da kann man verlieren. Ich gehe aber davon aus, dass sie in der Arena anders auftreten werden und die Niederlage wiedergutmachen wollen.“

Dolphins laden Flüchtlinge zum Spiel ein

„Wir sind ein Verein, der sich seiner Verantwortung durchaus bewusst ist. Wir wollen mit einem positivem Beispiel zeigen, dass alle Menschen in Trier willkommen sind“, so Pressesprecher Bastian Lütge nach einem Besuch in der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Trier. Die Dolphins, selbst eine internationale Mannschaft sagen deshalb „Refugees welcome“ in der Arena. „Ich war bereits vor einigen Wochen in der Einrichtung und konnte mir ein Bild davon machen, wie die Flüchtlinge mit ihrer Freizeit umgehen. Wir haben uns im Verein deshalb dazu entschlossen, in Absprache mit dem Leiter der Einrichtung, Frank-Peter Wagner, den Flüchtlingen Freikarten zur Verfügung zu stellen, um ihren Alltag ein bisschen abwechslungsreicher zu gestalten.“ Die Mitarbeiter der AfA Trier, die die Karten am heutigen Mittwoch entgegennahmen, waren von diesem Vorschlag begeistert und werden die Flüchtlinge zum Spiel begleiten.

Doneck Dolphins Trier (Kader): Mattijs Bellers, Edgaras Ciaplinskas, Diana Dadzite, Frank de Jong, Florian Ewertz, Alieu Faal, Tracey Ferguson, Valeska Finger, Tommie Gray, Martin Koltes, Anna-Katharina Nickels, Dirk Passiwan

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