30 Jahre „Pusteblume“: Trierer Krabbelstube feiert Jubiläum

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Bildquelle: krabbelstube Pusteblume

TRIER. Kinder sind von Natur aus aktiv und spielen und lernen aus eigenem Antrieb. Sie sind Forscher, Entdecker und Erfinder in einer für sie unerforschten Welt – das ist einer der Leitgedanken der Krabbelstube Pusteblume Trier e.V., die jetzt ihr 30-jähriges Bestehen feiert und am 17. Oktober zu einem Tag der offenen Tür einlädt.

„Wohin mit unseren Kindern?“ Diese Frage stellten sich im Jahr 1984 insgesamt sieben Elternpaare, die befürchteten: „Wenn wir eine Babypause machen, dann bricht uns alles weg.“ Daraufhin machte es Aloysia Melchior möglich, dass die besorgten Eltern Kind und Beruf miteinander vereinbaren konnten. Als sie vor 30 Jahren die „Krabbelstube“ ins Leben rief, leistete die ausgebildete Erzieherin damit echte Pionierarbeit und betreute Kleinkinder täglich über zwölf Stunden in ihrer eigenen Wohnung.

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Finanziert wurde das Projekt zu Anfang über Elternbeiträge. Die Stadt Trier erkannte im Jahr 1985 die Gemeinnützigkeit der Arbeit an und Ende des Jahres 1987 konnte die Krabbelstube Pusteblume an ihren heutigen Sitz in der Liebfrauenstraße umziehen. Die Eltern der Kinder bürgten damals für den kostenintensiven Umzug und packten tatkräftig mit an.

Ein weiterer Meilenstein folgte dann im Jahr 1991. Die „Pilgerfahrten“ der engagierten Erzieherin und dem Interessenverband Krabbelstuben Rheinland-Pfalz e.V. nach Mainz, brachten erste Fortschritte. Die „Pusteblume“ fiel unter das Kindertagesstättengesetz. „Von da an wurde vieles leichter“, erinnert sich Rita Klupsch, heutige Leiterin der Krabbelstube, die seit Februar 1988 dabei ist und im Jahr 1993 die Leitung übernommen hat. Von da an waren drei Vollzeitkräfte pro Gruppe im Einsatz und die Einrichtung wurde fortan von der Stadt Trier finanziert.

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Heute krabbeln täglich 30 Kinder verteilt in drei Gruppen in der „Pusteblume“ und eine eigene Köchin sorgt für kindgerechtes Mittagessen.

Innerhalb von drei Jahrzehnten änderten sich vor allem die Rahmenbedingungen und auch die Ansprüche, die an die Erziehung gestellt werden, haben sich mit den Jahren gewandelt. Seit zehn Jahren begleitet die „gewaltfreie Kommunikation“ nach Marshall Rosenberg die pädagogische Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher und seit Mai dieses Jahres ist das komplette Team als „Marte Meo Praktiker“ ausgebildet.

Dabei sind beide Methoden mehr Haltung, als Methode. Eine gute Verbindung zu den Kindern, Eltern und im Team untereinander ist dabei besonders wichtig und die Methoden helfen und geben Klarheit und Handlungsanleitung für die tägliche Arbeit und Kommunikation. Rita Klupsch, Leiterin der Krabbelstube „Pusteblume“: „Wir begleiten unsere Kinder durch den Tag, wir unterstützen und geben Raum, für ihre alltäglichen kleinen und großen Abenteuer.“

Im Jahr 2012 wurde es noch einmal spannend für die Elterninitiative, ein zweiter Rettungsweg sollte in den Räumlichkeiten der „Pusteblume“ geschaffen werden. Um fünf neue Türen in das Raumkonzept einzubinden, mussten Schlafräume verlegt und neue Möbel angeschafft werden. 44.000 Euro wurden dabei von der Stadt Trier finanziert, rund 22.000 Euro sind in Eigenleistung erbracht worden.

Rita Klupsch: „Das war nur möglich, weil unsere Vermieter, die Günther und Käthe Reh Stiftung, sofort grünes Licht für die notwendigen Mauerdurchbrüche gegeben haben, die neuen Außentüren und eine Brandwandtür bezahlten und für weitere Anschaffungen spendeten. Viele Firmen, Organisationen und Eltern unterstützten uns mit Spenden und ihrer Tatkraft. Unsere Vorstände waren ehrenamtlich, teilweise täglich und wöchentlich im Einsatz: Volker Goldhahn, seit 1999 der 1. Vorsitzende der Pusteblume und seit 2003 auch des Fördervereins Löwenzahn, Christan Schmitt, der 2. Vorsitzende der Pusteblume, Gabriele Mindermann, die bereits seit 1993 als Kassenwartin fungiert und, ganz besonders zu erwähnen, Carmen Blum, die Erzieherin in der Pusteblume und 1. Vorsitzende des Fördervereins Löwenzahn, die die unumgänglich notwendigen Spenden organisiert hat. All diesen Menschen ist es zu verdanken, dass wir heute in diesen Räumen, im neuen modernen Look, 30-jähriges Jubiläum feiern können.“

Mit einem Tag der offenen Tür feiert die Krabbelstube am 17. Oktober.

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