Flächennutzungsplan Trier: Grüne und CDU weiterhin uneinig im Gebiet „Brubacher Hof“

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TRIER. In einer gemeinsamen Pressemitteilung von Bündnis 90/Grüne und der CDU Stadtratsfraktionen zur Diskussion über den Flächennutzungsplan in Trier teilen die Parteien mit, dass diesbzüglich bereits viele Ziele erreicht worden seien, eine Einigung im Bereich Brubacher Hof aber noch aussteht.

„Es war eine kluge Entscheidung, die Offenlage des Flächennutzungsplanes nicht vorschnell zu beschließen, sondern den Entwurf noch einmal gründlich zu überarbeiten“: In dieser Einschätzung sind sich die Fraktionsvorstände von Bündnis 90 / Grüne und CDU einig, die sich zur gemeinsamen Beratung des Planes getroffen hatten.

Die Fraktionsvorsitzenden Petra Kewes (Grüne) und Udo Köhler (CDU) freuen sich, dass viele gemeinsame Forderungen der beiden Fraktionen bei der neuen Vorlage umgesetzt wurden. Der Wegfall des geplanten Baugebiets Zewen-Süd, der den Erhalt der dortigen Landwirtschaft sichere, keine Bebauung in Trier-Nord (Bereich Moselstadion) und der Verzicht auf ein Gewerbegebiet im Bereich Kockelsberg. Man begrüße auch, dass ein weiteres mögliches neues Baugebiet zwischen Zewen und Euren westlich der Bahngleise geprüft werde.

Zudem sei eine weitere, ganz zentrale Forderung beider Fraktionen umgesetzt worden, nämlich eine wesentlich höhere städtebauliche Verdichtung bei der Bebauung: Die Umkehrung des Verhältnisses von Ein- und Zweifamilienhäusern zu Mehrfamilienhäusern von geplanten 60:40 zu 40:60. „Bei der zunehmenden Verknappung der bebaubaren Fläche im Stadtgebiet von Trier, müssen wir im Interesse einer ökologischen und nachhaltigen Weiterentwicklung unserer Stadt auf eine verdichtete Wohnbebauung setzen“, meinten Kewes und Köhler.

Die beiden Fraktionsvorsitzenden bestätigen auch, dass keine Einigung zwischen beiden Fraktionen in der Frage erzielt werden konnte, ob im Bereich Brubacher Hof ein, wenn auch verkleinertes Gebiet, im Entwurf zur Diskussion gestellt werden soll. Die Grünen lehnen dies aus ökologischen Gründen entschieden ab, die Mehrheit der CDU-Ratsfraktion ist der Auffassung, dass dem Verwaltungsvorschlag gefolgt werden und das Gebiet wenigstens in der Offenlage geprüft werden solle.

CDU-Fraktionsvorsitzender Köhler betont aber, dass hiermit keine endgültige Entscheidung darüber, ob im Bereich „Brubacher Hof“ ein Baugebiet entstehen soll, gefallen sei. Es gehe nur darum, dass dieses Gebiet im Flächennutzungsplan-Entwurf weiter diskutiert werde und die Anregungen und Bedenken der Bürgerinnen und Bürger hierzu entgegengenommen und bewerten werden können.
Erst wenn alle Fakten auf dem Tisch lägen, werde endgültig entschieden, ob das Gebiet in den Flächennutzungsplan aufgenommen wird.

3 KOMMENTARE

  1. bevor hier über neue Baugebiete nachgedacht witrd sollten lieber mal die alten verkehrstechnisch vernünftig erschlossen werden, wie lange hat man uns vorgelogen dass die Anbindung Tarfost , Petrisberg bis zur Gartenschau neu gebaut wird, wo sind die hochtrabenden Pläne einer Verbindung über den Grüneberg an die Metternichstrasse mit BAB Anschluss ? Die Nordbrücke geistert auch schon seit 50 Jahren durch die Stadt,

    Mit der Erschliessung des Brubacher Hofes sehe ich auch Probleme , denn mit einer Zufahrt wird das nicht gehen .

    Aber hier will man wohl mit Baugrundstücken Geld verdienen aber nichts in die Erschliessung stecken , ausser dem absolut notwendigen.

  2. Haben wir in Trier nicht genug Brachland, das bebaut werden kann ? Zum Beispiel das Gelände des ehemaligen Bahnausbesserungswerkes. Das hat die besten Verkehrsanbindungen. Das Werk ist dem Verfall preisgegeben und wohl nicht mehr als Industriedenkmal zu retten. Oder das Gelände der Jägerkaserne. Nicht der Kasenenbau ist gemeint, sondern die Hallen dahinter.

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