„Mir hat es einfach Spaß gemacht“ – Franz-Josef Reither war 16 Jahre im Aufsichtsrat der Kita Trier

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Bildquelle: Bistum Trier

TRIER. Ruhig und gelassen sitzt Franz-Josef Reiter auf dem Stuhl. „Das ist seine Art“, sagen seine Co-Mitglieder des Aufsichtsrats der Kita gGmbH im Visitationsbezirk Trier über ihn. In den letzten 16 Jahren habe er, ganz ruhig, immer zur richtigen Zeit die richtigen Fragen gestellt. „Mir hat es einfach Spaß gemacht“, sagt er selbst über seine Arbeit. Als sich die Kita gGmbH vor 16 Jahren gründete, um die Kirchengemeinden im Bereich ihrer Kindertageseinrichtung zu entlasten, war Reiter ein Gründungsvater. Nun scheidet der fast 63-jährige Saarburger aus. Bei der Gesellschafterversammlung am 30. September in Trier wurde der neue Aufsichtsrat gewählt.

Für Reiter sei es damals einfach selbstverständlich gewesen, Mitglied des aus sechs Personen bestehenden Aufsichtsrats zu werden. Schon bevor sich die Kita gGmbH Trier vor rund 16 Jahren gegründet hat, war er Mitglied im Verwaltungsrat seiner Pfarrgemeinde St. Laurentius Saarburg. Als die Anfrage an die Pfarreien mit Kindertagesstätten kam, die Trägerschaft an die damals sich in Planung befindende Kita gGmbH abzutreten, war er schnell dafür. „Es war eine Vereinfachung“, erklärt der 62-Jährige. Denn um verwaltungstechnische Angelegenheiten, wie etwa die Einstellung neuen Personals, musste sich die Pfarrei nicht mehr kümmern. Zudem konnte so eine Standardisierung erfolgen.

Über die Jahre entwickelte sich ein neues Leitbild im Rahmen eines Qualitätsmanagements. „Die kirchlichen Kitas konnten transparenter und strukturierter werden“, erklärt Reiter. Waren es im Jahr 2000 noch 15 Kindergärten mit 150 Mitarbeitenden und rund 1.500 Kinder in der Kita gGmbH Trier, sind es heute 131 Kitas mit 2372 Mitarbeitenden und 10.721 Kindern. Und so könnten die Kitas auch den vielen Herausforderungen und Veränderungen stärker begegnen, die die vergangenen Jahre mit sich brachten: Von der Tagesbetreuung, über den Rechtsanspruch für Kinder unter drei Jahren bis zum noch größer gewordenen Erziehungsauftrag an die Erzieherinnen und Erzieher – einer Berufsgruppe, für die immer mehr Bedarf besteht.

Als der Saarburger sich zum ersten Mal mit der Kita im Verwaltungsrat beschäftigte, war die Jüngere seiner beiden Töchter noch im Kindergartenalter. Nun bekommt er bald das dritte Enkelkind. „So bleibe ich mit dem Thema Kindergarten auch weiter verbunden“, erläutet er. Reiter trägt Vollbart und Brille, hat eine väterliche Ausstrahlung. Bis zu seiner Pensionierung vor wenigen Monaten war er Gymnasiallehrer. „Auch deswegen hat es mich gereizt, mich in dem Ehrenamt mit dem Thema Erziehung zu beschäftigen“, erklärt er. Auch der Umgang mit den Bilanzen und Finanzierungen fiel ihm leicht. Schließlich unterrichtete er Mathematik.

„Manchmal besuche ich den Kindergarten unserer Pfarrei“, berichtet er. Und wenn er die Kinder spielen sieht, und feststellt, dass das Personal zufrieden ist, dann ist er es auch. „Das ist genug Dank für meine Arbeit“, sagt er – ganz ruhig und gelassen.

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