Der Topfavorit kommt – Gladiators nur Außenseiter gegen Vechta

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Aufstiegsfavorit Rasta Vechta kommt nach Trier. Foto: Rasta Vechta

TRIER. Rasta Vechta benötigte nur zwei Spieltage um die Favoritenstellung auf den Titel in der ProA eindrucksvoll zu untermauern. Zum Auftakt siegten die Norddeutschen mit 93:51 in Hanau, am Freitag ließen sie einen 103:51-Kantersieg gegen Rhöndorf folgen. Keine Frage, die Gladiators Trier gehen als Außenseiter in das Duell mit dem Tabellenführer (Sonntag, 17.30 Uhr, Arena Trier).

Vechta, in seiner einzigen Saison in der BBL (2013/14) 87:84-Sieger in Trier, hat den Wiederaufstieg in die höchste Spielklasse klar im Visier. Mit augenscheinlich prall gefülltem Geldbeutel ist der Club auf Einkaufstour gegangen. Als Coach wurde Andreas Wagner verpflichtet, der bis zum Ende der vergangenen Spielzeit Assistent von Svetislav Pesic bei Bayern München war und mit Nördlingen (2009) und Bayreuth (2010) bereits zwei Clubs in die erste Liga geführt hat.

In seinem Kader steht mit Point Guard Carlos Medlock ein weiterer Aufstiegsspezialist. Der US-Amerikaner führte bereits die Crailsheim Merlins und die s.Oliver Baskets Würzburg nach oben.

Aus der BBL bestens bekannt und gefürchtet ist Derrick Allen. Der inzwischen 35-jährige US-Amerikaner ist mit allen Wassern gewaschen und in Brettnähe immer noch eine große Nummer. Für Leverkusen, Frankfurt, Berlin, Bremerhaven und Braunschweig absolvierte er fast 400 Bundesligaspiele und war außerdem in Island und Belgien auf Korbjagd. Wegen seiner unorthodoxen Bewegungen ist er schwer zu verteidigen und immer in der Lage, seinen Gegenspielern Fouls anzuhängen.

Der dritte Schlüsselspieler ist Christian Standhardinger. Der 26-jährige Power Forward kam vom MBC nach Vechta und war einer der besten deutschen Akteure in der BBL in der abgelaufenen Saison. Mit einem Schnitt von 10,1 Punkten war der Small Forward zweitbester Scorer seines Teams.

„Vechta ist die am besten und tiefsten besetzte Mannschaft der ProA“, urteilt Triers Headcoach Marco van den Berg. Und weiter: „Andreas Wagner kann mit einer 10er-, 11er-Rotation spielen, ohne dass Qualitätsverlust entsteht.“ Dass die Aufgabe durch den Ausfall von Justin Raffington noch schwieriger geworden ist, versteht sich von selbst.

„Wir müssen möglichst lang auf Tuchfühlung bleiben“, sagt van den Berg, „versuchen ihren Rhythmus zu stören und unser eigenes Spiel spielen. Ich hoffe, dass es uns gelingt, trotz des Spiels am Freitag vierzig Minuten Tempo zu machen. Außerdem müssen wir die Schlüsselspieler in ihren Möglichkeiten limitieren ohne die anderen aus den Augen zu verlieren.“ Das liest sich wie ein Mammutprogramm – ist es wohl auch. Ohne jeden Zweifel werden die Gladiators nur mit einer Topleistung bestehen können.

Die Trier müssen dabei und voraussichtlich für mehrere Wochen auf ihren Center Justin Raffington verzichten. Der 24-Jährige verdrehte sich beim Spiel gegen die RheinStars Köln das rechte Knie und konnte nicht weiterspielen.

Nach einem Offensiv-Rebound verlor der 2,06 m große Neuzugang der Profibasketballer aus der Moselstadt das Gleichgewicht und verletzte sich am rechten Knie. Nach einer ersten Behandlung in der ASV-Halle der Kölner war die Art der Verletzung noch nicht zu erkennen.

Eine genaue Diagnose soll die medizinische Untersuchung am kommenden Montag ergeben. Wie lange der Center dem Team von Headcoach Marco van den Berg nicht zur Verfügung steht, ist noch nicht abzusehen.

Beim Spiel gegen Vechta werden im Rahmen einer konzertierten Aktion der ProA Flüchtlinge zum Spiel eingeladen. Desweiteren werden Spendendosen für die „Aktion Deutschland Hilft“ aufgestellt, die jeden dazu einladen, seinen ganz persönlichen Teil zum Gemeinschaftsprojekt beizusteuern. Die Erlöse der Spendenaktion kommen den bundesweiten Projekten des Bündnisses deutscher Hilfsorganisationen zugute.

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